Bildbearbeitung – Crashkurs für Blogger

Bilder sind neben dem Content das A und O des Blogging. Dabei bleibt für die Bearbeitung des eigenen Bildmaterials oft keine Zeit. In diesem Artikel möchte ich dir zeigen wie du schnell und einfach dein Material verbessern kannst.

Blogger haben es nicht leicht, denn nicht nur der Inhalt muss stimmen sondern auch die Optik. Dazu gehören ansprechende Bilder, die das eigene Thema visuell unterstützen. Dabei hast du die Möglichkeit auf unzählige Datenbanken zurückgreifen oder aber besser gleich selbst aktiv werden und die passenden Fotos zu schießen.

Sind deine Bilder erstmal im Kasten dann genügen ein paar Handgriffen um ihnen den letzten Schliff zu verpassen. In diesem Artikel möchte ich dir zeigen wie du mit einfachen Tipps und Tricks deine Bilder verfeinern und kleine Fehler ausbessern kannst.

Bildbearbeitung ist Übung – kein Hexenwerk

Bildbearbeitung ist kein Hexenwerk und muss auch nicht exzessiv betrieben werden. Natürlich kannst du Stunden mit der Bearbeitung, Korrektur und Retusche verbringen. Die Frage ist nur: Was ist der Zweck deiner Bilder? Das heißt: Mach dir die Verhältnismäßigkeit klar! Wofür genau soll das vorhandene Bildmaterial sein? Welches Publikum bekommt es zu sehen?

Nutze RAW als deinen Rohdiamanten

In der Bildbearbeitung setzen viele Amateur – und Profifotografen auf das RAW Format. Dabei handelt es sich um das sogenannte Rohdatenformat der Bilder, die du mit deiner Kamera machst. Das gilt in erster Linie für digitale Spiegelreflexkameras. In dieser RAW Datei ist ein Vielfaches mehr an Bildinformationen gespeichert. Das erleichtert dir die Bearbeitung und erlaubt dir mit Bildfehlern besser umzugehen. Bei jedem Hersteller heißt das endgültige Format aber anders. Hast du also die Möglichkeit im RAW Format zu fotografieren, nutze Sie. Ich persönliche setze zum großen Teil auf die Arbeit mit RAW’s und bin sehr zufrieden.

Automatische Bearbeitungsfunktionen sparen Zeit

Wenn es mal schnell gehen muss - Auto Bildbearbeitung mit Photoshop
Wenn es mal schnell gehen muss – Auto Bildbearbeitung mit Photoshop

Die großen Platzhirsche der Bildbearbeitung, wie Photoshop oder Lightroom bringen einige praktische und automatische Bearbeitungsfunktionen mit. Oft reicht das für die genutzten Zwecke und spart jede Menge Zeit. In Photoshop funktioniert das denkbar einfach. Helligkeit, Kontrast, Farbe und Sättigung lassen sich automatisch korrigieren. Allerdings lässt sich Adobe das auch ganz ordentlich bezahlen.

Alternativ kannst du auch GIMP nutzen. Es ist eine frei verfügbare und kostenlose Software. Auch bei diesem Programm lassen sich einige Dinge automatisiert einstellen und bearbeiten. Leider bietet GIMP nicht alle Funktionen an, die sich auch mit Photoshop nutzen lassen. Das macht aber nichts, denn für ein kostenloses Programm verfügt es über fantastische Möglichkeiten, die vollkommen ausreichen.

GIMP bietet ähnliche Funktionen zur automatischen Bildbearbeitung wie Photoshop
GIMP bietet ähnliche Funktionen zur automatischen Bildbearbeitung wie Photoshop

Weniger ist mehr

Diese automatisierten Funktionen, wie in den Screenshots und dem Video zu sehen stoßen aber schnell an ihre Grenzen, wenn es um umfangreichere Bearbeitung geht. Außerdem können Sie eine gute Bildbearbeitung nicht ersetzen. Je nach Stimmung oder Effekt den du erzeugen möchtest, sind manuelle Veränderungen nötig. Es stellt sich die Frage, was du anpassen möchtest und unbedingt musst. Mein Tipp. Bei einfachen Anpassungen halte ich vor allem an Dinge wie Helligkeit, Kontrast, Farbton und Sättigung. Dabei gibt es keine Standardwerte die du einstellen kannst. Vielmehr bist du gefragt und welche Wirkung du deinem Bild geben möchtest. Dabei gilt: Weniger ist oft mehr!

Alles steht und fällt mit einem gut gemachten Bild

Ein gut gemachtes Bild spart dir eine Menge Arbeit und Nerven. Die besten Bildbearbeitungswerkzeuge bringen dir nichts, wenn das Bild schlecht geworden ist. Ein paar Tipps dazu findest du in meinem Beitrag  “Foto Crashkurs – 10 Tipps für kreative Bilder”.

Einen weitere Artikel zum Thema “Bildbearbeitung” den ich dir empfehlen möchte ich der Beitrag von Vera von Nicest things zu Lightroom. Ihre Tipps und Tricks erklärt sie dort Step by Step.

Zum guten Schluss

Natürlich können die beschriebenen Werkzeuge nur bedingt helfen und ersetzen keine intensive Bildbearbeitung. In den nächsten Monaten werde ich auf bestimmte Themen noch genauer eingehen und freue mich auf deine Anregungen und Wünsche. Über welches Thema möchtest du mehr erfahren?


bloggerabc-redaktion-florian enkrottFlorian Enkrott ist 23 Jahre alt und freiberuflicher Fotograf und Webentwickler. Als „Digital Native“ist er mit dem Medium Internet aufgewachsen und hat früh die Leidenschaft für die Fotografie und das World Wide Web entdeckt. Aus dem Hobby ist jetzt so etwas wie ein Beruf geworden. Neben seiner Arbeit als Sozialpädagoge und Dozent beim Deutschen Roten Kreuz ist er darüber hinaus regelmäßig also Autor für bloggerabc unterwegs.

 

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5 Kommentare zu “Bildbearbeitung – Crashkurs für Blogger

  1. Hallo Florian,

    beim Stöbern bin ich gerade auf Deinen BLOG aufmerksam geworden. Ich finde die Kosten für Photoshop sind wesentlich überschaubarer geworden, als damals. Okay, gegen die Handhabe mtl. für die Software zu bezahlen kann man sich streiten, aber dennoch. Preis- Leistung passt. Automatische Anpassungen sind ein guter Anhaltswert um zu schauen was PS aus einem Bild macht, aber ich würde hier selbst noch mal nachjustieren. Mein Tipp: Den Monitor vorher richtig zu kalibrieren. Für eine schnelle Anpassung: Kontraste, Sättigung und Vignette ist Lightroom hervorragend, für eine komplexe Bildretusche Photoshop. Aber Du schreibst ja auch über einen Crashkurs. Viel Zeit kann man sich mit Stappelverarbeitungen sparen. Etliche Bilder automatisiert zurecht schneiden zu lassen und in ein webfreundliches Maß runterzuskalieren. Hilfreich und schnell finde ich auch https://tinypng.com/. Mit dem Online Programm lassen sich Bilder stark komprimieren und so die Ladegeschwindigkeit der Seite erhöhen. Die Qualität der Bilder ist danach immer noch hervorragend.

    Viele Grüße aus dem Norden
    André

    1. Hallo André,

      vielen Dank für dein Feedback. Ich bin voll und ganz bei dir. Preis-Leistung stimmen bei Photoshop.Ich selbst bin ein großer Befürworter von Lightroom und Photoshop. Allerdings ist mir auch bewusst, dass sich eine Anschaffung langfristig lohnen muss. Blogger mit kleinem Budget müssen sich gut überlegen, ob sich eben eine solche Anschaffung lohnt. Beim Schreiben für Daniela bin ich immer bemüht mit kostenlosen Tools zu arbeiten. Zum einen weil diese kostenlos sind und sich in ihrem Funktionsumfang durchaus mit den Platzhirschen messen können. Zum anderen weil diese Programme oft den Ansprüchen der Anwendern genügen. Sofern es in die Tiefe geht und die Anforderungen sich verändern bietet Photoshop natürlich eine beeindruckende Palette von Funktionen und lässt sich sehr intuitiv bedienen.

      Das mit dem Monitor ist ein toller Tipp. Das habe ich auch mit meinem DELL Monitor gemacht. Allerdings habe ich schon beim Kauf auf ein Gerät geachtet was meinen Ansprüchen in der Bildbearbeitung und Webentwicklung genügt. Das war auch nicht ganz billig. 😉

      Deine coolen Tipps nehme ich gerne auf, um diese eventuell in einer neuen Serie mit aufzunehmen. Da wird es dann auch mehr in die Tiefe gehen.

      Viele Grüße aus Bocholt
      Florian

      PS: Das Blog gehört Daniela und nicht mir. Ich bin Gasautor und arbeite eng mit Daniela in diesen und anderen Fragen zusammen. 😉

  2. Hallo Florian,

    und was macht man, wenn man ein tolles scharfes Foto hat, es auf den Blog hochlädt und es dort unscharf angezeigt wird? Wenn man das Foto dann aber in der Lightbox anschaut, ist es perfekt. Was hat man da falsch gemacht?
    HG Jacky

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