HORNETDRIVE: Cloudspeicher für Blogger

Dokumente in der Dropbox oder bei Google Drive zu speichern, ist für mich normal. Die Funktionen sind kostenlos und alles, was ich dafür tue, ist meine dort gespeicherten Daten freizugeben. Ein fairer Deal, oder? Anfang des Monats wurde ich von der HKN GmbH und der Revier Charter GmbH zu einer Bootblogger-Tour eingeladen. Darüber hatte ich in diesem Post bereits gebloggt. Das Ziel dieser Reise war es, einen Mail-Client und den Cloud-Service „HORNETDRIVE“ zu testen. Für mich eine Umstellung, weil ich sonst bevorzugt mit Google Drive arbeite. Warum? Es ist kostenlos, einfach zu bedienen und alle Personen, die ich kenne, arbeiten damit. Eine Alternativ dazu hat mich neugierig gemacht, weil ich gerne wissen wollte, wo der Vorteil von HORNETDRIVE liegt.

Cloudspeicher – warum eigentlich?

Cloudspeicher bzw. auch Clouddienste bieten die Möglichkeit, Daten wie Fotos, Texte, Videos etc. online zu speichern. Sehr bekannte Anbieter sind beispielsweise Google Drive und Dropbox.

Dort können Daten gelagert und per Smartphone, Tablet oder Laptop jederzeit abgerufen werden. Diese Daten lassen sich zudem mit anderen Personen, die auch einen Zugang zu diesen Anbietern haben, teilen und sie gleichzeitig daran arbeiten. Das bedeutet, eine funktionierende Internetverbindung muss vorhanden sein, da Drive browserbasiert funktioniert. Denn ohne Netz kann nicht auf die Daten zugegriffen werden. Zudem unterstützt Drive auch nicht alle Browser, was je nach Anbieter zum Problem werden kann.

Ich nutze Google Drive sehr viel, um mit anderen an gemeinsamen Projekten zu arbeiten. Zudem hatte ich vor einiger Zeit große Probleme mit meinen Mailanbietern. Mails kamen nie oder Tage später an. Mit dem Clouddienst bin ich in der Lage, solche Probleme zu umgehen. Auch wenn Google Drive manchmal spinnt und Dateien nicht anzeigen will.

Nichts ist kostenlos – wir zahlen mit unseren Daten

Sind Angebote kostenlos, dann gibt es in der Regel immer einen Haken. Und das ist der Datenschutz. Anbieter, die ihre Server im Ausland betreiben, wie Google in den USA, müssen sich nicht dem deutschen Datenschutz unterwerfen. Einen, wie ich finden, sehr guten Artikel findest du dazu auf e-Recht24.de. Darin heißt es zu Google Drive unter anderem: So stellt Google zunächst klar, dass der Nutzer alle Urheberrechte und bestehenden gewerblichen Schutzrechte behält. Allerdings wird durch die Einstellung von Daten in die Cloud Google ein unentgeltliches, nicht ausschließliches, aber weltweites und zeitlich unbegrenztes Recht eingeräumt, die Inhalte ausschließlich zum Zweck der Erbringung des Dienstes und in dem nötigen Umfang zu nutzen. So wird Google unter anderem das Recht eingeräumt, die Inhalte technisch zu vervielfältigen und die Daten öffentlich zugänglich zu machen, sofern eine öffentliche Zugänglichmachung durch den Nutzer beabsichtigt wird oder ausdrücklich eine solche Zugänglichmachung bestimmt wurde.“ Ein Blick in die AGBs von Google bestätigt das. Und besser sieht es auch bei Dropbox nicht aus, wie du hier nachlesen kannst.

Eine deutsche Cloudlösung als Alternative?

HORNETDRIVE wird von der Firma Hornetsecurity angeboten, die nach eigenen Angaben nach dem deutschen Datenschutz agiert und komplett zertifiziert ist. Die Rechenzentren stehen in Deutschland und die Daten werden direkt auf dem Client verschlüsselt.

Die Installation von HORNETDRIVE ist total einfach und klappte bei mir im Handumdrehen. Der Client wird heruntergeladen und ist schnell installiert. Die Menüführung und die Handhabung empfinde ich als sehr einfach. Insgesamt gibt es im Menü vier Bereiche:

  • Drive erstellen
  • Mitglieder einladen
  • Mitgliederliste und
  • die Detailansicht.
Hornetdrive ist einfach strukturiert und bietet die Möglichkeit seine Daten sicher zu speichern.
HORNETDRIVE hat eine einfache Menüstruktur

Die Bereiche Drive, Mitglieder und Detailansicht geben die bereits angelegten Ordner, die vorhandenen Mitglieder und wer was wann gemacht hat wieder.

Das Anlegen von Ordnern geht fast mit meinem Klick, wobei mir zwei Möglichkeiten angeboten werden: Einen Ordner aus dem System heraus zu erstellen oder einen bereits vorhandenen Ordner direkt im Client umzuwandeln.

Ordner können ganz einfach erstellt und eigene Ordner direkt verschlüsselt umgewandelt werden.

Das Besondere daran: Sobald eine Datei, also beispielsweise ein Ordner mit Dateien, den Rechner verlässt, beginnt die Verschlüsselung. Möchte ich meine Daten mit jemandem teilen, dann lade ich diese Person über „Mitglieder einladen“ per Mail dazu ein. Mein Gegenüber muss sich dann im Vorfeld den Client (kostenlos) runterladen und installieren. In der Einladungsmail ist der Vorgang genau beschrieben und auch ein Link zum Client ist vorhanden.

Kostenlos dürfen so viele Mitglieder wie gewollte zum Drive eingeladen werden.
Neue Mitglieder können per Mail eingeladen werden.

Ich habe den Test mit Christian von sozial-pr.net gemacht. Wir hatten aufgrund der schlechten Internetverbindung auf dem Boot zunächst Probleme, so dass er seine Einladungsmail nicht erhielt. Als sie ihn dann erreichte, klappte alles problemlos und er konnte anhand der Beschreibung den Client herunterladen und installieren. Ich hatte bereits den Ordner „bloggerabc“ angelegt und ihn dazu eingeladen.

Der Nutzer legt fest zu welchen Daten Dritte Zugriff haben.

Christian selbst legte den Ordner „workshop“ an und schob diesen in meinen Ordner. So konnten wir sofort damit anfangen, die Daten für den Workshop zu teilen und daran arbeiten. Die Handhabung war sehr einfach und komfortabel. Genauso wie man es aus der täglichen Arbeit gewohnt ist, was ich als sehr angenehm empfand.

Die Ordnerstruktur in Hornetdrive ist simpel und effektiv.
Die Ordnerstruktur in HORNETDRIVE ist simpel und effektiv.

Zudem ist der Datenschutz der große Vorteil von HORNETDRIVE. Denn wie bei Drive und der Dropbox kann ich auch ohne funktionierende Internetverbindung Daten  hinterlegen. Nur das diesen sind dann bereits verschlüsselt sind. Sobald eine Netzverbindung besteht synchronisieren sich die Dateien und die Daten stehen dann auf dem Handy per App (ich habe sie nicht genutzt) und auf dem Rechner zur Verfügung.

Die Kosten

HORNETDRIVE gibt es nicht kostenlos. In der Basisvariante kostet der Client 28,56 Euro pro Jahr und du erhältst 10 GB Speicher. Dafür bekommst du die Möglichkeit, so viele Mitbenutzer zu deinem Drive einzuladen wie du möchtest. Die Daten werden verschlüsselt und können nur von dir und deinem oder deinen Partner(n) eingesehen werden.

Ein Beispiel: Du legst zwei Ordner an, den einen mit dem Namen „Blogtexte“, den anderen mit dem Namen „Blogfotos“. Dann lädst du jemanden zu dem Ordner „Blogtexte“ ein. Diese Person kann dann auch nur auf die Daten in diesem Ordner zugreifen. Der zweite Ordner ist für diese Person nicht ersichtlich. Auch das findest du bei Drive und der Dropbox aber der Unterschied ist: Der Datenschutz ist bei HORNETDRIVE weiter gewährleistet.

Der Basistarif reicht für einen Privatnutzer völlig aus. Weitere Features soll es zum Relaunch geben, wie beispielsweise den Stand eines Uploads darzustellen. Bisher wird das optisch nicht dargestellt.

Fazit

Die Arbeit mit HORNETDRIVE fand ich sehr einfach und angenehm. Die Menüführung beschränkt sich auf das Wesentliche und ist simpel aufgebaut. Es gibt nur vier Reiter, die nicht viel Platz lassen für irgendwelche Fehler.

Sehr komfortabel finde ich, dass ich den Client auf meinem Handy und auf dem Rechner benutzen kann. Auch wenn ich die App derzeit noch nicht verwendet habe, werde ich das noch ausprobieren. Die Nutzung auf meinem Laptop hat mich von der Anwendung her bereits überzeugt.

Den Preis finde ich für die Leistungen und aufgrund der Tatsache, dass die Daten verschlüsselt sind, absolut gerechtfertigt. Wer möchte, der kann die Cloudlösung auch 30 Tage kostenlos testen. Ich selbst habe meinen derzeitigen Zugang bis zum Jahresende gestellt bekommen. Danach muss auch ich die Nutzung bezahlen, wenn ich sie weiter verwenden will. Ich denke, das werde ich tun.

 

Bild: Locks Of Love Colorful Close-up by Viktor Hanacek

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4 Kommentare zu “HORNETDRIVE: Cloudspeicher für Blogger

  1. Hallo Daniela,

    HORNETDRIVE scheint eine interessante Alternative zu den Standard-Cloud-Anbietern zu sein. Ich werde mir den Client mal angucken und ihn testen. Aktuell arbeite ich mit einer eigenen Cloud, realisiert über Owncloud. Wenn diese Owncloud (wie bei mir) auf einem wirklich eigenen Server läuft, zu dem nur ich Zugang habe – sowohl übers Internet als auch physisch – ist der Datenschutz doch eigentlich am besten gewährleistet, oder? 😉

    Viele Grüße
    Benjamin

    1. Hallo Benjamin,
      danke für den Feedback! Ich denke, dass deine Lösung schon viel für sich hat, nur leider bin ich kein Itler, um das wirklich beurteilen zu können. 🙂
      Lass mich wissen, wie dir HORNETDRIVE gefallen hat, da bin ich echt neugierig.

      Viele Grüße
      Daniela

  2. Das mit dem Datenschutz ist so eine Sache, die man ernst nehmen sollte. Man weis wirklich nicht, was die Amis mit den Daten machen.

    Aber eins noch, mit der Dorpbox kann ich auch offline arbeiten. Die Daten werden dann erst bei Netzverbindung synchronisiert.

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