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8 essenzielle WordPress Plugins

WordPress ist ein unglaublich starkes Tool. Aber erst die Plugins ermöglichen dem Blogger volle Kontrolle und Freiheit. So gut wie jede beliebige Funktion kann mit Plugins ergänzt werden. Doch in der Plugin-Datenbank von WordPress gibt es mittlerweile fast 33.000 Plugins. Wie soll man sich da also zurechtfinden?

Die nachfolgende Liste stellt acht essenzielle Plugins vor (plus ein Bonus), die in keiner WordPress-Installation fehlen sollten. Außerdem gibt es gleich noch Alternativen dazu, da die Auswahl fast unendlich ist.

Antispam Bee – Gegen Spam-Kommentare

Durch Software automatisch generierte Spam wäre wirklich ein grosses Problem, gäbe es keine Anti-Spam-Plugins. Mein persönlicher Favorit ist dabei “Antispam Bee.” Dieses Plugin erwischt so gut wie alle automatisch generierten Spam-Kommentare ohne Ausnahme. Das Plugin benötigt keine besonderen Einstellungen und bringt bereits mit den Standardeinstellungen eine super Performance. Man hat jedoch die Möglichkeit, die Einstellungen nach eigenen Vorstellungen anzupassen.

Alternative: Die bekannteste Alternative zu diesem Plugin dürfte zweifellos “Akismet” sein. Es ist das am meisten herunter geladene Plugin überhaupt in der ganzen WordPress-Plugin-Datenbank (über 23 Millionen Downloads… crazy!).

Wordfence Security – Gegen Hacker-Angriffe

Dass eine WordPress-Seite gezielt attackiert wird, ist zwar selten, es gibt aber durchaus viele Hacker, die mit Software versuchen, Blogs zu hacken. Das Ziel ist es dabei oft, Schadcode zu platzieren oder Seiten zum Linkaufbau zu missbrauchen. Beides kann für den Betreiber sehr negative Auswirkungen haben, warum man sich unbedingt schützen muss.

Ich setze hier seit einiger Zeit auf “Wordfence Security” ein und bin damit sehr zufrieden. Dieses Plugin sorgt etwa dafür, dass Einlogversuche mit falschem Usernamen oder Passwort unterbunden werden. Auch weitere Anzeigen für Hackversuche werden verhindert.

Die wahrscheinlich bekannteste Alternative dazu dürfte Better WordPress Security sein, welches jetzt “iThemes Security” heißt. Florian Enk hat dazu bereits einen ausführlichen Bericht geschrieben.

Child Themes – Themes sorglos updaten

Im Laufe der Zeit beschäftigen sich viele Blogger irgendwann mit HTML, PHP und CSS. Die Sprachen also, auf denen WordPress aufgebaut ist. Wer diese nun etwas kennt, der kann dadurch sehr einfach Anpassungen an seinem WordPress-Theme vornehmen und dieses individuell anpassen.

Das Problem dabei ist, dass Themes von den Entwicklern immer wieder aktualisiert werden. Gemachte Änderungen gehen dabei leider verloren. Eine Mögliche Lösung stellt dann ein sogenanntes Child Theme dar. Dabei werden Kopien von einzelnen Dateien erstellt (z.B. der CSS Datei) und darin die Anpassungen vorgenommen. Wird das Haupttheme nun aktualisiert, bleiben die Änderungen im Childtheme bestehen. Denn bei einem Update wird nur das Elterntheme verändert.

Child Themes ist auch der Name des Plugins, das ich empfehlen kann. Man kann damit mit wenigen Klicks ein Child erstellen. Child Theme Wizard funktioniert auch ganz gut, bietet aber weniger Optionen.

Bonus Tipp: Child Themes eignen sich gerade für Anfänger gut. Man kann damit vieles testen, ohne dass man das Haupttheme zerstört.

Subscribe To Comments – Damit deine Leser zurück kommen

Besucher, die einen Kommentar zu deinem Artikel hinterlassen, sind selten. Umso ärgerlicher ist es, wenn diese dann verloren gehen. Wenn man als Kommentator etwas Interessantes schreibt oder eine Frage hat, dann erwartet man natürlich eine Antwort. Aber nicht nur das, man möchte darüber auch informiert werden. Das Plugin Subscribe To “Double-Opt-In” Comments macht genau das. User können dadurch Kommentare abonnieren und erfahren sofort via Email, wenn eine Antwort gepostet wird.

Als Alternative könnte man hier ein Kommentarsystem wie etwa Disqus Comment System nutzen. Dieses bietet auch zahlreiche zusätzliche Optionen. Ich bin davon kein grosser Freund, da User sich registrieren müssen. Das kann aber natürlich auch ein Vorteil sein (Stichwort “Spam”).

Shortcodes Ultimate – Für mehr Style im Blog

Internetuser werden immer anspruchsvoller und erwarten auch vom kleinen Blogger, dass sein Blog stylisch aussieht und gut lesbar ist. Neben der Auswahl eines passenden WordPress-Themes helfen auch verschiedene Content-Elemente, damit ein Text besser erfassbar ist. Dazu gehören natürlich insbesondere Zwischenüberschriften und Listen.

Mit dem Plugin Shortcodes Ultimate können aber noch zahlreiche weitere Elemente genutzt werden. Diese sind zum Beispiel Content-Blöcke, Info-Boxen, Image-Slider, Buttons, Tabellen und so weiter.

Die meisten Alternativen bieten Shortcodes für ein bestimmtes Element. Shortcodes Ultimate ist auf jeden Fall das kompletteste Plugin seiner Art. Einzig Easy Bootstrap Shortcodes scheint einen ähnlichen Umfang zu bieten. Wer mit PHP, HTML und CSS Erfahrung hat, kann alternativ auch Shortcoder nutzen.

Shortcodes in Themes: Es gibt mittlerweile viele Themes, die eigene Shortcodes haben. Ich würde davon abraten, diese zu nutzen. Denn nutzt man später ein anderes Theme, müssen alle genutzten Shortcodes angepasst oder entfernt werden.

Simple Lightbox – Bilder im rechten Licht

Ich hasse es, wenn ich ein Bild anklicke und dieses öffnet sich im gleichen Fenster. Danach muss man ganz mühsam wieder auf den “Zurück”-Button im Browser klicken (man bin ich lazy). Dabei gibt es doch heute solche Plugins wie Simple Lightbox. Dank diesem öffnen sich Bilder in einer sogenannten Lightbox. Das betreffende Foto wird also direkt über dem Content geladen, ohne dass man von der Seite weggeht. So muss das sein.

Alternativ gibt es davon auch noch komplexere Varianten, die diverse weitere Features mitbringen. Lightbox Gallery wäre so ein Beispiel.

Floating Social Bar – Mehr soziale Aktivität

Soziale Signale haben, außer die bei Google +1, zwar keinen Einfluss auf die Rankings in Google, sind aber dennoch sehr wichtig. Sie sorgen etwa für mehr Vertrauen bei den Usern oder bringen natürlich auch direkt Traffic von den Social Networks.

Ein Plugin, welches ich daher oft verwende, heißt “Floating Social Bar“. Ich mag es, da es dafür sorgt, dass die Social Buttons jederzeit klickbar bleiben und dem User besonders gut auffallen.

Alternativen gibt es dafür unzählige. So hat Jonas von Geld-im-Netz.de etwa ganze 21 Stück aufgelistet.

W3 Total Cache – Damit es schneller geht

Ein Blog, der sehr langsam lädt, wird oft schnell wieder verlassen. Es ist daher absolut wichtig, dass die Seiten sofort geladen werden. Der Webserver spielt dabei natürlich eine entscheidende Rolle. Doch auch mit Plugins kann die Performance noch gesteigert werden. Das wohl Bekannteste in dieser Richtung wird “W3 Total Cache” sein.

Da ich nur mit einem Cache Plugin Erfahrung habe, erwähne ich hier noch den Test von Jens. Er hat drei Plugins verglichen und auf ihre Geschwindigkeit getestet.

WP Plugins zur Suchmaschinenoptimierung

Nicht weniger wichtig als die essenziellen Plugins sind natürlich die Erweiterungen rund um SEO. Sie sorgen dafür, dass dein Blog bei Google und Co auch gefunden wird. In meinem Blog Linksquad.de habe ich bereits eine ähnliche Liste wie diese verfasst, wo ich mich auf SEO Plugins für WordPress konzentriert habe. Du findest den Artikel hier: Essenzielle SEO Plugins für WordPress Websites

Jetzt bist du dran

Falls du eines oder mehrere dieser Plugins noch nicht verwendest, schau sie dir auf jeden Fall mal an. Außerdem interessiert es mich, ob es deiner Meinung nach weitere unverzichtbare Plugins gibt. Falls ja, welche sind das? Warum empfiehlst du diese? Und so weiter. Ich freue mich auf deinen Kommentar!


 

Gastbeitrag von Dani SchenkerDani Schenker ist im Online Marketing tätig. Im Web ist er bereits seit über 15 Jahren aktiv. Er lebt und arbeitet in Costa Rica.

Bild: Viktor Hanacek picjumbo.com

17 Kommentare zu “8 essenzielle WordPress Plugins

  1. Danke für deine Tipps, sind paar gute dabei, lightbox finde ich interessant, wobei ich meist Bilder von externen hostern verlinke um etwas platz im webspace zu sparen. Ausserdem werden bei mir die Blobeitragsbilder, im Post zb nicht mehr angezeigt, ist das eigentlich normal, wenn ich dazu was suche in Google finde ich nur beiträge in dem leute das Bild eher weg haben möchten.

  2. Hallo Daniela.
    Müssen in das Child thme dan nur die php.Datein hineingeschoben werden die man angepasst hat oder allgemin alle. (Bei mir wären das die header php, Footer php und category php.

    Habe mal gelesen das neben der style css. evt.l auch noch die function.php ins Child Theme verschoben werden muss. Von einfügen anderer php. Datein hab ich aber noch nie was gehört oder gelesen.

    1. Hi Daniel!

      Du siehst das genau richtig! Du kannst grundsätzlich jede Datei in dein Child Theme nehmen. Sprich, überall dort wo du eigene Anpassungen machen willst.

      Ich habe zum Teil auch die single.php in meinen Child Themes, da ich dort gern Anpassungen mache. Bisher lief das absolut unproblematisch. Ich hatte bisher nie Probleme beim Updaten eines Themes.

      Ich kann mir zwar vorstellen, dass es Fälle geben kann, wo der Theme Entwickler grössere Änderungen macht, die du dann in deinem Child auch übernehmen müsstest. Aber wie gesagt, das war bisher nie der Fall.

      Einfach immer daran denken, dass du vor dem Updaten deine Backups machst, dann kann eigentlich nichts schief gehen 😉

      Grüsse
      Dani

  3. Hallo Daniela 🙂
    Ich hab noch jQuery, das echt nützlich ist, wenn man viele und/oder große Bilder auf seinem Blog hat.
    Die Bilder werden damit erst dann geladen, wenn der Leser tatsächlich die Stelle erreicht.

    Viele Grüße
    Linda

  4. Hallo Daniela,

    dank dir vielmals für den überaus hilfreichen Artikel und die guten Ideen. Ein paar Plugins wurden auch gleich installiert. Ich finde die Plugins Akismet (mittlerweile leider nicht mehr kostenlos), Captcha und Shareaholic noch ganz sinnvoll bzw. nutze ich sie für meinen Blog.

    Viele Grüße, Daniel.

    1. Hallo Daniel,
      das Lob gebührt ganz alleine Dani Schenker. Der hat den Gastbeitrag geschrieben. Captcha nutze ich auch und Shareholic werde ich auch noch installieren. Das Akismet inzwischen kostenpflichtig ist war mir neu. Danke für den Hinweis! Ich nutze Antispambee und komme damit wunderbar zurecht. Kann ich auch nur empfehlen.

      Viele Grüße
      Daniela

      1. Danke Daniela für die Weitergabe des Lobes 😉

        Betreffend Akismet. Das ist eigentlich bereits seit Jahren nicht mehr kostenlos. Zugegeben, ich habe mich mit den genauen Bestimmungen seither auch nicht mehr beschäftigt.

        Es war aber damals so, dass das Plugin kostenlos war, für nicht-kommerzielle Nutzung. Konkret hiess das damals, dass man bereits bezahlen musste, sollte man irgend eine Form von Anzeige im Blog eingebunden haben (z.B. Adsense) oder selbst ein Produkt verkaufen (dazu gehören auch bezahlte Artikel). In wie fern diese Bestimmungen je durchgesetzt wurden, weiss ich nicht.

        Was mich damals besonders gestört hat war, dass das Plugin standardmässig mit WP geliefert wird, aber nicht sofort klar wird, dass es für kommerzielle Seiten nicht kostenlos ist. Seither empfehle ich immer AntiSpam Bee.

        Notiz an mich: Mal wieder nachsehen, wie das jetzt mit den Bestimmungen betreffend Akismet aussieht 😉

        1. Hi Dani,
          ich wusste gar nicht das Akismet inzwischen kostenpflichtig ist. Immer wenn darauf verwiesen oder es empfohlen wird habe ich noch keine Hinweis auf mögliche Kosten gesehen. Gut, dass man das jetzt weiß. Ich selbst nutze AntiSpam Bee und komme damit sehr gut zurecht.

          Viele Grüße
          Daniela

    1. Leider habe ich etwas spät gesehen, dass es hier einige Kommentare gab…
      Wie auch immer. Vielen Dank für das Lob, Thomas 🙂
      Ich hoffe die Liste hilft dir weiter und dass du vielleicht das eine oder andere interessante Plugin gefunden hast 😉

  5. Super Beschreibung!
    Ich habe gleich noch einige Plugins installiert. Manchmal ist es gut eine Inspiration bei anderen zu holen, da man nicht immer weiß, was man noch so benötigt 🙂

    Ich nutze auch “Jetpack” und habe alles, was ich nicht benötige deaktiviert. Es ist ein mächtiges Tool, bei dem man die Oberhand gewinnen muss.

    “Image Watermark” ist auch sehr gut, wenn man nicht immer manuell ein Wasserzeichen in seine hochgeladenen Bilder setzen möchte.

    “Shareaholic” bringt alle wichtigen Sharebuttons mit und fügt auch gleich noch Empfehlungen zu weiteren Blogbeiträgen hinzu.

    Und falls es mal Probleme mit den Bildern gibt, hilft “Force Regenerate Thumbnails” die Bilder wieder in die rechte Form zu schneiden.

    Gruß,
    Mathias

    1. Hi Mathias,
      danke für deinen Kommentar und deine Tipps! Von den Plugins hatte ich schon gehört und gelesen aber habe sie selbst noch nicht genutzt. Ich denke “Shareholic” wird auch als nächstes bei mir zum Einsatz kommen und “Image Watermark” habe ich auf der Liste.

      Danke dir!

      Viele Grüße
      Daniela

    2. Danke für die weiteren Tipps Mathias! Auch muss mir das Watermark Plugin gleich mal genauer ansehen.
      Von Sharaholic und Jetpack bin ich nicht so ein grosser Fan. Bei Shareaholic meine ich hat man recht viel Code von aussen. Jetpack ist, wie Daniela unten schon schrieb, einfach etwas zu viel. Da brauche ich nie alle Funktionen.

    1. Hallo Julia,
      da hast du Recht. Allerdings frisst Jetpack auch viele Ressourcen und bringt Features mit, die man nicht braucht. Aus diesem Grund habe ich mich beispielsweise dagegen entscheiden Jeptpack zu nutzen. Viel mehr suche ich mir nur die Plugins raus, die ich auch wirklich brauch und spare somit Ressourcen.

      LG Daniela

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