Ein grüner EKG Ausschlag auf schwarzen Grund

Blogs sind tot, lang leben Blogs

Dieser Artikel hat mich einige Anläufe gekostet. Nicht weil ich nicht wusste, was ich schreiben will, sondern weil ich nicht wusste, wie ich es ausdrücken soll.

Jeder, der mich kennt, weiß, dass das Thema „Blogs“ meine Leidenschaft ist.

Ich bin von dem Medium überzeugt, andere aber nicht und in diesem Artikel möchte ich verdeutlichen, warum Blogs so lebendig sind wie nie. Vorausgesetzt: Die Inhalte sind relevant!

Immer wieder erhalte ich Fragen wie diese: „Werden Blogs überhaupt noch gelesen? Ich dachte, die sind auf dem absteigenden Ast.“ Zuletzt stellte mir diese Frage eine Zuhörerin nach meinem Vortrag „Professionelle Blogs als Marketinginstrument“ auf der Veranstaltung „Unternehmenskommunikation in digitalen Zeiten“ der IHK Köln. Das Interessante daran war, dass sie beruflich bei einem lokalen Internetanbieter im Bereich Kommunikation tätig ist.

Vielleicht liegt die Vermutung nahe, dass jemand, der in der Kommunikationsabteilung eines Unternehmens arbeitet, die Bedeutung von Blogs erkennen müsste? Mitnichten, die Fragestellerin steht mit ihrer Vermutung nicht alleine da. In Diskussionen wird die Bedeutung von Blogs immer wieder infrage gestellt.

Selbst Sascha Pallenberg sagte im Gespräch mit meiner Seminargruppe an der TH Wildau Mitte Oktober:

„Seit 10 bis 15 Jahren heißt es: Blogs sind tot. Sie sind nicht tot, sie verändern sich.“

Als Deutschlands erfolgreichster und bekanntester Techblogger, der mit seinem Blog Mobile Geeks eine Marke geschaffen hat und heute Head of Digital Content bei Daimler ist, muss er es wissen. Seine Aufgabe dort: Den Autokonzern zusammen mit seinen Kollegen zu einem Medienunternehmen zu machen. Wichtiges Instrument dabei ist das Daimler Blog, eines der führendsten Corporate Blogs in Deutschland.

Doch was heißt Veränderung im Rahmen von Blogs? Verändert sich die Plattform? Eher weniger, zumindest nicht so, dass es dem Leser auffällt. Vielmehr sind die es neue Medien, wie die Einbindung von Videos, Podcasts und den Inhalten von Social-Media-Kanälen. Ganz wesentlich ist auch der Content. Und da folge ich zu 100 Prozent meinem Kollegen Maël Roth:

Sind Blogs tot?

Ja, sobald sie für ihre Besucher keine Relevanz haben. Sobald sie keinen Inhalt bieten. Sobald sie seelen- und nutzlos für die Leser bzw. Leads sind. Dann liegt das aber nicht an dem Medium, sondern an den Zielen und der Umsetzung des Betreibers.

Ja, Blogs verschwinden. Das liegt aber nicht daran, dass die Plattform irrelevant geworden ist. Stattdessen ist ihren Inhaber unterwegs die Luft ausgegangen. Wer beispielsweise ein Blog für sein Unternehmen nutzen will, um primär Traffic auf seine Seite zu lenken, sich aber keine Gedanken über den Inhalt und den Nutzwert für die Leser machen will, der wird über kurz oder lang scheitern. Das liegt in der Natur der Sache. Kontinuierliches Bloggen ist Arbeit.

Gut gemachte Blogs bringen den Return of Invest

Lars Hahn, Geschäftsführer der LVQ in Mülheim an der Ruhr, sagt, dass bei ihm ein Manntag draufgeht, wenn ein Blogartikel für das eigene Corporate Blog erstellt wird. Und auch ich brauche rund 6 bis 8 Stunden für einen Beitrag. Manchmal auch länger, abhängig von der Thematik und dem Rechercheaufwand. Dazu kommt noch die Bildrecherche, das Zuschneiden, das Einbinden des Artikels in das Backend des Blogs, Formatierung, Verlinkungen und weitere SEO-Maßnahmen, wie das Erstellen der Meta Discription.

Wenn ich mit Unternehmen oder Unternehmern sprechen, die meine Unterstützung bei ihren Blogs wollen, dann wünschen sie sich fast immer Leadgenerierung. Je nach Zielsetzung kann das eine Erhöhung qualifizierter Bewerbungseingänge sein, mehr Anfragen für die eigenen Dienstleistungen und Produkte oder eine verstärkte Wahrnehmung als Experte auf dem eigenen Gebiet, was wiederum zu mehr Kundenanfragen führen kann.

Der Leser entscheidet, ob dein Blog lesenswert ist

Dabei geht es nicht um Reichweite und Traffic. Beides ergibt sich, wenn die Relevanz gegeben ist. Wenn niemand über dich, dein Unternehmen oder deine Dienstleistungen und/oder Produkte spricht, bekommt dein Blog logischerweise keine Reichweite.

Klar, kannst du Traffic auf deine Seite ziehen. Das ist keine Wissenschaft, und Leser oder Leads anzusprechen geht schnell. Stichwort: Clickbait Headlines. Sie zu halten und auch den Inhalt zu liefern, der mit der Überschrift versprochen wurde, ist wesentlich schwerer. Und noch schwerer ist es, das Qualitätslevel an Inhalten zu halten, damit die Leser wiederkehren.

Es kommt nicht darauf an, ob Blogs noch gelesen werden, sondern darauf, WER sie liest. Wenn es Kunden, Partner, zukünftige Bewerber und oder Mitarbeiter sind, die die Artikel interessieren, dann ist das Blog relevant. Wichtig dabei: Wer soll mit dem Blog erreicht werden und womit?

Relevanz ist abhängig von der Zielsetzung

Falk Hedemann definiert in seinem Artikel “Warum Corporate Blogs relevanter sind als Facebook und Twitter” Relevanz in Bezug auf Blogs:

„Relevanz kann sehr unterschiedlich sein und hängt in diesem Kontext auch maßgeblich von den Zielsetzungen ab. Wer also die Relevanz eines Corporate Blogs beurteilen will, muss dazu deren Zielsetzungen kennen.“

Der Aussage schließe ich mich an. Auch ich bin davon überzeugt, dass Relevanz sich nicht daraus ergibt, was das Unternehmen möchte, sondern was den Leser interessiert. Warum sollte er das Blog erneut besuchen, weiter empfehlen, teilen, darüber reden und wiederkommen, wenn die Inhalte ihn nicht ansprechen?

Das bedeutet, dass die Inhalte interessant und im besten Fall unterhaltsam aufbereitet werden sollten. Das kann durch Infografiken geschehen, die direkt geteilt werden können, durch Videos oder GIFs und so weiter.

Wichtig ist: Die zusätzlichen Informationen zahlen auf den Content ein, unterstützen diesen in seiner Aussagekraft, bieten Lösungen und Nutzwert.

Ein Beispiel für gut ein gemachtes Blog im B2C-Bereich ist das Corporate Blog von Tchibo. Hier funktioniert Content Marketing par excellence. Oder das Blog der Westfalen Gruppe, das aus Gründen des Employer Brandings betrieben wird. Die wachsende Zahl an qualifizierten Bewerbern zeigt, dass das Unternehmen mit dem Blog für die Zielgruppe relevant ist.

Ebenso sieht es bei dem Keksblog von Hans Freitag aus. Anita Freitag-Meyer verriet in einem Gespräch mit meinen Studenten der TH Wildau, dass das Unternehmen teilweise Bewerber hat, die sich gerade aufgrund des Blogs melden. Weil sie ihn gelesen haben. Und gerade in einer Region, die keine Metropole ist und auch mit dem Fachkräftemange zu kämpfen hat, kann ein Unternehmen von einem Blog enorm profitieren.

Aber auch hier gilt: Ohne Strategie und ohne relevante Inhalte wäre kein Erfolg zu verzeichnen.

Fazit

Blogs sind nicht tot. Sie sind allerdings kein Kanal, auf dem schnell die anvisierte Bedarfsgruppe erreicht wird. Ein Blog braucht Zeit, um zu wachsen, und dafür bedarf es kontinuierlicher Arbeit. Es braucht eine Strategie, eine klare Zielgruppe, die erreicht werden soll, und darauf zugeschnittene Inhalte.

Natürlich ist ein Facebook-Post oder Tweet schneller geschrieben bzw. gestaltet als ein Blogartikel. Dafür rauschen beide Postings durch die jeweilige Timeline der Abonnenten und müssen mit einer dazu gekauften Reichweite künstlich erweitert werden. Sinnvoll ist es, soziale Netzwerke und Blogs strategisch miteinander zu verbinden. Strategie ist, was zählt und ein Blog am Leben hält.

Und nun gebe ich dir noch ein paar Fragen auf den Weg, über die wir gerne diskutieren können:

Womit sonst, wenn nicht mit einem Blog, kann man sich so unabhängig von anderen Plattformen machen
Was zahlt so gut in das Google-Ranking ein?
Was verbindet verschiedene Social-Media-Kanäle so einfach wie ein Blog?
Womit kann ich meine eigene Message besser verbreiten und mich gleichzeitig unabhängig von der Presse machen?
Welchen Kanal kann ich meinem Corporate Design perfekter anpassen?
Auf welchem Kanal kann allein ich bestimmen, wo sich welcher Inhalt finden lässt?

Sehr lesenswert in diesem Zusammenhang ist der Artikel “Eine kurze Geschichte des Bloggings: So einflussreich sind Blogs 2017” und der Beitrag “Corporate Blogs – alive and kicking” von meiner Kollegin Meike Leopold.

Urheber: djordjer / 123RF Lizenzfreie Bilder

Du möchtest mehr über das Bloggen und Social Media erfahren?
Dann trage dich für den Newsletter ein und erhalte jede Woche Tipps, Empfehlungen und hilfreiche Informationen kostenlos in deine Inbox. PS: Deine E-Mail-Adresse ist bei mir sicher und Spam wird es nicht geben.

26 Kommentare zu “Blogs sind tot, lang leben Blogs

  1. Hallo Daniela,
    eben fragte mich jemand in der FB-Gruppe, warum ich wie 10000 andere einen Blog eröffnen wolle, wo Blogs doch auf dem absteigenden Ast seien. Darufhin habe ich gegoogelt und diesen Beitrag gefunden. Danke dafür! Ich sehe das genau so, obwohl ich nicht vom Fach bin (ich bin Designerin). Aber wenn ich mir anschaue, was mir schon vor 10 Jahren ein Webdesigner erzählte … das war nämlich: Newsletter sind tot. Mach keinen Newsletter! Aha.
    Da braucht man nix weiter zu sagen 🙂
    Danke also nochmals!
    Sonja

    PS: Habe deinen Newsletter übrigens abonniert 😉

    1. Hallo Sonja,
      vielen lieben Dank für dein Feedback zu meinem Artikel und ich freue mich sehr, dass er dir weitergeholfen hat und das du jetzt im Team “Newsletter” bist! Ach, weißt du…ständig ist irgendetwas tot. Blogs, Newsletter oder Facebook, um nur mal drei Onlinekanäle zu nennen. Ich bin davon überzeugt, dass alles soweit relevant ist und bleibt solange es seine Zielgruppe hat. 🙂 Also, lassen wir die anderen einfach weiter unken und machen unser Ding. 😉

      Viele Grüße Daniela

  2. Liebe Daniela,
    Vielen Dank für diesen informativen und mutmachenden (!) Artikel! Ich werde ihn gleich zu meinem nächsten Kundengespräch mitnehmen und hoffentlich den Anstoß für einen Coporate Blog geben, anstatt nur darauf zu setzen, Content auf Facebook und Instagram zu veröffentlichen.
    Ich freue mich darauf, mehr von Dir zu lesen!
    Lieben Gruß,
    Tina

    1. Liebe Tina,
      das freut mich sehr, dass dir der Artikel Mut macht und du mit der Informationsgrundlage mit deinem Kunden sprechen möchtest. Dafür sind die Artikel von mir auf bloggerabc gedacht! Lass mich gerne wissen, wie das Feedback deines Kunden war. Kleiner Tipp: In verschiedenen Ländern wir die Sichtbarkeit von Seiten auf Facebook gerade zu Testzwecken auf Null gefahren. Auch das kann uns in Deutschland passieren. Vielleicht nochmal ein Argument für eigene Plattformen. 😉

      Viele Grüße und viel Erfolg!
      Daniela

  3. Danke für den tollen Artikel.,

    Blogs werden uns hoffentlich noch lange erhalten bleiben. Ich glaube die Frage, ob Blogs nützlich oder tot sind stellt sich gar nicht wirklich. Für den Besucher zählt es vor allem, ob er die Informationen findet, die er sucht und wünscht und für ein Unternehmen der positive Nutzen daraus.
    Über kurz oder lang wird sich qualitativ hochwertiger Inhalt gewinnbringend auszahlen und diesen zu verfassen ist, wie schon erwähnt wurde, auf Dauer harte Arbeit. Wenn Unternehmen bereits sind den entsprechenden Aufwand zu investieren, wird sich das Blog auch zukünftig als wichtiges Instrument im Marketingmix darstellen.

    Beste Grüße
    Tobias

    1. Hallo Tobias,
      ich sehe das wie du und freue mich, dass wir einer Meinung sind. Es geht immer um Investment und auch wenn man die Ergebnisse erst einmal nicht sofort im Geld messen kann, wird sich auf Dauer zeigen, dass sich ein gut gemachtes Blog lohnt. Das Daimler Blog hatte gestern sein 10jähriges Jubiläum und daran zeigt sich, dass ein Blog erfolgreich sein kann, wenn man will und Zeit investiert.

      Viele Grüße
      Daniela

  4. Vielen Dank für diesen fantastischen Beitrag, Daniela, den ich in meinen Fundus von Evergreen-Artikeln zum Thema Bloggen aufnehmen werde. Es ist genau so, wie Du schreibst, angefangen von der Zeit, die ein gut recherchierter Blogbeitrag benötigt, bis zu Deinem Fazit.
    Zauberhafte Grüße
    Birgit

    1. Liebe Birgit,
      ich sende dir ein zauberhaftes Dankeschön für deinen Kommentar und dein Lob! Dein Blog kann ich auch nur empfehlen und freue mich, dass du den Artikel in deinen Fundus aufnehmen willst.

      Liebe Grüße
      Daniela

  5. Interessant und vielen Dank für deinen Blickwinkel! Da das Daimler-Blog nächste Woche 10 Jahre alt wird – also ziemlich genau mit dem Blog der GLS Bank gestartet ist – beschäftige ich mich gerade ebenfalls mit der gleichen Thematik.
    Ein Corporate Blog ist schnell gestartet, es am Leben zu halten, das ist die Herausforderung. Jeden Tag um Leser kämpfen und die richtigen Besucher auf das Blog zu ziehen, das ist die Wirkliche Herausforderung. Das ist kein Sprint, das ist ein Marathon.
    Die Hauptargumente für Blogs sind tatsächlich Relevanz, Transparenz und die Unterscheidung vom “Fast Food Content” auf Facebook, der durch die Timeline rauscht und dann weg ist.
    Nachhaltig auffindbarer Content mit Tiefgang, gemischt mit Eindrücken, Gefühlen und Gedanken, das könnte ein dauerhaftes Rezept für Corporate Blogs sein.
    Und, nicht zu vergessen: Verlinkungen. Früher™ haben sich Blogs untereinander stärker verlinkt, WordPress bietet dazu die Trackbackfunktionalitiät an. Hättest du das Daimler-Blog an der Stelle verlinkt, an der du es genannt hast, hätte ich vie Trackback davon erfahren und nicht warten müssen, bis mir Nuzzel einen stark geteilten Beitrag in mein E-Mail Eingang spült 😉

    1. Lieber Uwe,
      vielen Dank für dein Blick auf die Dinge und die Bestätigung meiner Ausführungen. Denn mit dem Daimler Blog seid ihr Vorreiter was das Corporate Blogging angeht und ich freue mich schon sehr auf dein Gespräch mit Marie. Du hast Recht: Die Verlinkung habe ich verpennt aber das hole ich gleich nach. 🙂 Was mich aber sehr freut: Das es der Beitrag bin in dein Mailpostfach geschafft hat – ohne mein Zutun. 😉

      Viele Grüße!

  6. Ein grosses Daumen hoch für diesen fundierten Beitrag. Substanz ist das Eine, ich lese aber zwischen jeder Zeile wie sehr du für das Thema brennst, es darum mit Überzeugung vertrittst und dennoch differenziert bleibst. Wohltuend!
    Ein Kernthema ist die Relevanz und da beisst sich die Katze wohl in den Schwanz. Du legst selber offen, wieviel Zeit du in einen Beitrag investierst (ist bei mir genauso). In einem Unternehmen fällt mit Freigabeschlaufe und allenfalls Übersetzungen noch mehr Aufwand an. Publiziert ein Unternehmen nur einen Beitrag pro Woche, muss es dafür gegen 2 Arbeitstage einsetzen. Das kann man natürlich auch abkürzen, aber dann bleibt in der Regel die Relevanz auf der Strecke. Oder man versucht Qualität zu bieten und unterliegt im internen Kampf um Resourcen, der Blog wird wieder eingestellt.
    Ich werde auf mein Blog, auf das Leser über das Mail-Abo oder soziale Netzwerke stossen, regelmässig angesprochen. Ich bleibe so mit meinem Thema präsent. Und noch eine Sneak Preview: Am kommenden Dienstag erscheint Teil 1 meines Gesprächs mit Uwe Knaus zu 10 Jahre Daimler Blog, auf das ich mich sehr freue. Auch hier steckt von beiden Seiten sehr viel Arbeit drin, versüsst durch eine wirklich tolle Zusammenarbeit.
    Schön, das es deinem Blog gibt. Bleib dran.

    1. Liebe Marie,
      vielen, vielen Dank für dein Lob, gerade weil es von dir kommt, freut es mich sehr! Du hast völlig recht, die aufzubringende Zeit in Unternehmen, um guten Content zu erstellen ist noch wesentlich höher und da wird es dann teuer. Ich erinnere mich an ein Unternehmen, dass mehrere Blogs hatte und eins davon mit zwei Personen in Teilzeit betrieben. Das Ende von Lied war, dass das Blog eingestellt wurde, weil es mit zwei Teilzeitkräften nicht geführt werden konnte. Ich würde mich freuen, wenn ein Blog in Unternehmen, die gleiche Wichtigkeit zugesprochen bekommt, wie der Marketing- und Vertriebsabteilung. Ich danke dir für den Hinweis, dass dein Gespräch mit Uwe Knaus erscheint und bin sehr gespannt darauf. Ich werde es garantiert mit Freude teilen! Danke für deine Arbeit!
      Viele Grüße
      Daniela

    1. Hallo Rouven,
      danke für deinen Kommentar. Schön, dass auch ihr bei dem klassischen Namen “Blog” bleibt und nicht auf Magazin, Content-Plattform oder andere Bezeichnungen wechselt. Ein Blog, bleibt ein Blog, bleibt ein Blog. 😉
      Viele Grüße Daniela

  7. Danke, a. für den Artikel und b. für die nette Erwähnung.
    Du triffst genau den Punkt: Beim Corporate Blog brauchst Du langen Atem, das ist nichts für Vertriebs-Quickies.
    Oder ketzerisch pointiert: Das Blog ist für Reputation und Expertise, Facebook für Katzenklicks und Weihnachtsgrüße.

    1. Hallo Lars,
      vielen dank für dein Feedback! Das LVQ-Karriereblog spricht für sich und die Qualität eurer Arbeit. Ich bin sehr froh darüber, denn so habe ich immer ein Best Practice, das ich vorstellen kann. 🙂
      Viele Grüße Daniela

  8. Hallo Daniela, ich empfinde es manchmal so, als wären wir seelenverwandt ( Nein-keinen Honig-um-den-Bart-schmier* .. Es gibt auch bei mir immer öfter Momente, wo ich vor dem Rechner sitze, bzw. mein Blog offen habe und schreiben möchte. Allerdings schmeiße ich den Anfang jedesmal immer wieder neu um. Das was ich sagen möchte, kommt mir manchmal auch sehr schwer über die Lippen, in dem Falle Tastatur..

    Was mir extrem aufgefallen ist, dass Blogs zwar “gelesen” werden, aber die meisten überfliegen einen Artikel nur noch. Zeit, um einen Kommentar zu hinterlassen, finden die wenigsten.
    In dieser schnelllebigen Zeit werden Bilder eher und schneller angenommen als Texte. Unsere geliebten Leser werden anhand der Bilderflut von Bloggern dazu erzogen, lesefaul zu werden..
    Ich finde das liegt in erster Linie daran, dass irre viele Beiträge täglich quer durch die sozialen Netzwerke geteilt werden.
    Wirklichen Mehrwert bieten nur noch diejenigen, die nicht den “üblichen” Beitrag schreiben, wie zum zwöftausenddreihundertfünfundzwanzigsten mal die Anleitung, wie man eine Facebook Seite erstellt und Co.

    Ich denke, du weißt an dieser Stelle genau was ich meine. 😉
    Über etwas schreiben, was sich nicht wiederholt auf anderen Blogs wiederfindet, ist nicht easy, aber es geht.
    Das sind für mich die echt geilen Blogs mit Mehrwert. Sorry für den nicht ladyliken Ausdruck.

    Dazu habe ich ein wirklich tolles Beispiel entdeckt, was mir gestern Abend über das Smartphone huschte.
    Dieser Beitrag ist so anders als die anderen und enthält soviel Mehrwert, dass ich die ganze Zeit immer wieder daran denken musste.
    Christina Keys Beitrag über ihre Fehler https://www.christinakey.com/blogger-fehler (ich hoffe der Link ist okay)

    Genau so wünsche ich mir Blogbeiträge! So und nicht anders!
    Christinas Beitrag hat in mir etwas wachgerüttelt, Was genau es ist kann ich noch nicht sagen.
    Ich denke aber im nächsten Beitrag , den ich noch schreiben muss, wird man es erkennen können 🙂

    Lange Rede – kurzer Sinn.: Es gibt nichts Schöneres als einen eigenen Blog zu haben. Nur hier kann man sein, der man wirklich ist. Vorausgesetzt man traut sich, dies auch auszuleben.
    Wenn die Beiträge im Google Ranking auftauchen und Anrufe von potentiellen Kunden kommen wie:” Ich habe Sie bei Google gefunden” ist das wie der Applaus für einen Musiker..
    LG Tina

    1. Hach Tina <3
      Ich weiß genau wovon du sprichst: Da ist das Gleiche wie die Xte "Challenge" oder "Onlinekurs". Es geht gar nicht darum, dass ein Thema sich mehrfach auf Blogs wiederfindet. Das liegt meines Erachtens in der Natur der Sache, denn viele Themen sind schon erzählt worden. Aber! Es kommt auf den Blickwinkel an, auf die eigene Meinung, auf die Auseinandersetzung mit der Thematik und dann kann ein Artikel schon den nötigen Mehrwert haben, der sonst fehlt. Du weißt, wie gerne ich deine Beiträge teile, weil sie immer wieder einen neuen Punkt oder ein neues Feature haben. Das macht für mich einen nützlichen Inhalt aus und dann funktioniert es auch mit einem lebendigen Blog!

      Liebe Grüße Daniela

  9. Liebe Daniela,

    ja, das Blog als wirkmächtiges Medium zum authentischen Austausch, als Spielfeld für Inhalte, die ansprechen. Social-Media-Kanäle sind für mich Puzzlesteine, sie erzählen kleine Geschichten, die als großes Bild im Blog zurückgeführt werden. Ich komme aus dem Kultursektor. Im deutschsprachigen Bereich gibt es gerade mal etwas über 90 “Corporate Blogs” (= Museumsblogs) bei über 6000 Museen allein in Deutschland. Ein Trauerspiel eigentlich, wenn es da nicht die Lichtblicke unter den Museumsblogs gibt, die über den Austausch im Blog mit ihren Besuchern teilweise zu neuen Ausstellungskonzepten kommen. Oder aber sich über das Blog eine nachhaltige Community aufbauen und zwar langsam, die dafür zu wertvollen Fürsprechern des Museums im Netz und Analog werden.

    Guter, spannender Content funktioniert prima! Oder es werden Diskussionen über das Blog angestoßen, wie die aktuelle Blogparade #KultBlick des Archäologischen Museums Hamburg. Mehrer Beiträge dazu gehen aktuell täglich ein, wunderbare Gedankengänge, die im Overflow der Informationen bestehen bleiben, nachhaltig auffindbar sind. Kurzfristig mag sich das Museum sagen, klasse, coole Aufmerksamkeit. Bliebe es dabei, wäre es eine sehr ephemere Aktion. Darum geht es bei der Blogparade auch nicht, wie sie weiterbrennt wird sich einige Zeit später zeigen. Ich erdreiste mir mal den Link zur Blogparade hier anzugeben: http://blog.amh.de/blogparade-verloren-und-wiedergefunden-mein-kulturblick-kultblick/

    Schon traurig, dass wir diese Diskussion auch nach 10 Jahren noch führen, ob Blogs “nütztlich” sind, Aber genau daran “nützlich” reiben wir uns sinnlos, denn das ist nicht, worum es geht.
    Sehr richtig auf die Ziele und Zielgruppe hinzuweisen, die wichtiger ist als die reine Diskussion um Reichweite.

    Danke für die Gedanken!

    Sonnige Grüße
    Tanja

    1. Liebe Tanja,
      ich danke dir für deine Gedanken, Beispiel und Meinung! Machen wir es besser und brechen wir einfach stetig die Lanze. Vielleicht versteht irgendwann auch der Letzte, wie sinnvoll eine eigene Plattform ist. Danke für deine stetige Mühe im Kultursektor, du hast da wirklich dicke Bretter zu bohren!

      Liebe Grüße
      Daniela

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*