Fotos sind das Fenster zu deinem Blog. Einfache Tricks helfen dir eigene Bilder herzustellen.

Foto Crashkurs – 10 Tipps für kreative Bilder

Gute Blog Beiträge brauchen gute Bilder. Ohne geht es nicht!

Eine kurze Info vorweg: Geplant war für den heutigen Tag der Artikel zum Paid Content. Dieses Thema ist aber umfangreicher als gedacht, sodass ich mir mehr Zeit für die Recherche und das Schreiben nehmen möchte. Den Beitrag kannst du dann am 13. Oktober hier lesen.

Darum fange ich heute mit dem Thema “Bilder für dein Blog” an. Denn du musst deinen Lesern nicht nur inhaltlich einen Mehrwert bieten, sondern auch visuell. Sonst ist er schnell wieder verschwunden. Dafür werden Bilder gemacht! Aber woher nehmen, wenn nicht aus freien Datenbanken? Ganz einfach! Selber machen. Mit den folgen Tipps wirst du garantiert bessere Bilder machen.

Mir persönlich ist es zu langweilig für meine Beiträge immer nur auf vorhandenes Bildmaterial zurückzugreifen. Die Suche dauert oft ewig und finde dann auch nicht das wonach ich suche. Deshalb habe ich angefangen meine eigenen Bilder zu machen. Doch für gute Bilder braucht es Zeit und eine gute Vorbereitung.

Kamera-Setup und Planung

1. Nutze geeignetes Equipment

Das mag banal klingen, aber nimm dir die Zeit dein Equipment vorher in Ruhe zu prüfen. Das mache ich auch. Ist der Akku voll? Funktioniert die Kamera einwandfrei? Ist alles sauber? Solche Dinge sind entscheidend und ersparen dir am Ende eine Menge Frust.

Zu Shootings nehme ich oft folgendes mit: Eine Plastiktüte, ein Mikrofasertuch und eine Taschenlampe. Mit der Tüte schütze ich meine Kamera vor Regen oder nutze sie als Unterlage. Mit dem Tuch halte ich meine Kamera sauber. Die Taschenlampe nutze ich oft, um tolle Effekte zu erzeugen oder mein Motiv zusätzlich zu beleuchten.

2. Such dir eine passende Location

Bevor ich loslege mit dem Fotografieren mache ich mir Gedanken um die Location. Wo genau entstehen meine Bilder? Wie ist das Licht dort? Finde ich dort das Motiv meiner Wahl? Muss ich zusätzliches Equipment mitnehmen? Diese und andere Fragen solltest du im Vorfeld für dich beantworten.

Für die Planung nutze ich gerne Bamboo Paper. Mit dieser App kannst du deine Shootings in einem digitalen Notizbuch festhalten, indem du Bilder einfügst, Skizze zeichnest und dir Notizen machst. Die App ist kostenlos für Android und IOS verfügbar. Kleiner Nachteil: Die IOS Variante kann nur auf dem Ipad benutzt werden.

Belichtung und Einstellungen

3. Nutze die Sonne und das Tageslicht

Die Sonne spielt bei Außenaufnahmen eine wichtige Rolle. Nimm dir die Zeit bevor du anfängst losgehstund wirf einen Blick auf die Position der Sonne. Ein nützliches Tool dafür findest du auf der Webseite Photographer’s Ephemeris. Damit vermeidest du das Risiko erst vor Ort zu sehen, dass die Sonne von Gebäuden oder anderen Dingen verdeckt wird. Du kannst die Webseite nutzen oder dir kostenpflichtig die APP auf dein Smartphone laden.

4. Nutze bereits vorhandene Lichtquellen und einfache Helfer

Du brauchst nicht immer externe Blitzgeräte oder zusätzliche Lichtmittel. Für ein kleines Shooting reicht oft eine gute LED Taschenlampe oder kleine Lampen. Ein praktischer Helfer sind außerdem Faltreflektoren. So kannst du vorhandenes Tageslicht oder eine andere Lichtquelle auf dein Motiv übertragen. Für meine Arbeit nutze ich gerne die Faltreflektoren von Delamax. Durch die unterschiedliche Beschichtung kann ich beispielsweise warmes und kühles Licht erzeugen. Eine Investition die sich lohnt. Knapp 23 Euro kostet ein Modell. Einen kleinen Eindruck wie das funktioniert findest du hier.

Bildbearbeitung

5. Nutze Features zur Bildbearbeitung schon während der Aufnahme

Bildbearbeitung beginnt nicht erst nach dem Shooting. Mit Adobe Photoshop Express kannst du dich bereits während des Fotografierens erste Änderungen vornehmen. . Die App bringt einfache Funktionen mit, wie weichzeichnen oder schärfen. Das finde ich persönliche klasse, da zu viele Features mich oft überfordern und dazu verleiten das Bild Bild „kaputt“ zu bearbeiten. Mit den beigefügten Effektfiltern und Rahmen lassen sich echte Hingucker zaubern. Photoshop Express kostenlos verfügbar für Android und IOS. Eine Kleinigkeit stört mich allerdings: Funktionen wie Rauschreduzierung oder Selbstauslöser müssen als zusätzliches Paket gekauft werden.

Mit Effektfiltern lassen sich schnell und einfach tolle Bilder machen

Komposition und Kreativität

6. Keep it simple

Die besten Bilder entstehen für mich oft, wenn ich Dinge auslassen. Das solltest du auch machen. Überlege dir ganz konkret welche Elemente dir wichtig sind und auf welche du verzichten kannst. So kannst du den Betrachter deiner Aufnahme auf eine ganze bestimmte Sache aufmerksam machen.

7. Ein Foto pro Tag

Nimm dir ganz bewusst jeden Tag Zeit für ein Foto. Das mache ich auch. s Beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit oder in der Mittagspause. So kannst du keine fotografischen Fähigkeiten verbessern und hast genug Bildmaterial, um deine Beiträge visuell zu gestalten

8. Schwerpunkt setzen

Schaffe in deinem Bild einen Schwerpunkt. Das sollte ein Element sein, was die Aufmerksamkeit des Betrachters erregt. Um diesen Punkt herum kannst du dann dein Bild aufbauen. Das braucht zu Anfang ein bisschen Übung und nicht alle Betrachter achten auf das Gleiche.

9. Denke Abstrakt

Es muss nicht immer der Wink mit dem Zaunpfahl sein, du darfst auch mal Bilder einsetzen die nicht auf den ersten Blick mit dem Thema verknüpft werden. Schreibst du beispielsweise einen Wegweiser für SEO braucht es nicht immer ein Screenshot aus einem Plug-in sein. Wie wäre es zum Beispiel mal mit einem alten Straßenschild?

10. Brich die Regeln

In der Fotografie gibt es bestimmte Regeln, nach denen du ein Bild gestalten solltest. Sie basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen der menschlichen Wahrnehmung. Das ist nicht schlecht, kann dich aber in deiner Kreativität bremsen. Also brich Sie. Halte deine Kamera einfach mal schräg oder platziere den Horizont ganz oben oder unten im Bild. Dabei können echte Hingucker entstehen!

Kleiner Tipp: Bevor du die Regeln brichst, solltest du Sie kennen. Zumindest grob. Ein paar grundsätzliche Regeln zur Bild – und Kompositionsgestaltung findest im großen humboldt Fotolehrgang. Es lohnt sich!

Literatur zum Weiterlesen

Die Fotografie ist ein riesiges Themenfeld. Beiträge dieser Art können nur sehr begrenzt einen Eindruck vermitteln, worauf es ankommt. Falls du Zeit und Lust hast schau doch mal auf die eine oder andere Literaturempfehlung von mir.

1. Sehen und Gestalten – David DuChemins etwas andere Fotoschule – David DuChemin

Dieser Fotograf fasziniert mich. Er hat eine einmalige Art zu erklären, wie sich Bilder erschaffen lassen die einen berühren. Bei ihm ist weniger die Technik das Thema. Vielmehr zeigt worauf es ankommt noch bevor das Bild entstanden ist. Für meine persönliche Entwicklung als Fotograf ein absolut empfehlenswertes Buch. Mit rund 40 Euro ist es allerdings ein bisschen teurer.

2. Der große humboldt Foto Lehrgang – Tom Striewisch

Dieses Buch eignet sich hervorragend dafür, wenn du mehr über die Grundlagen der Fotografie lernen möchtest. Von der Funktionsweise einer Kamera über die verschiedene Kamera Modelle bis hin zur korrekten Belichtung kannst du alles lernen was für den Aufnahmeprozess und das fertige Bild wichtig sind. Es gibt den Kurs kostenlos online. Das Buch kostet knapp 20 Euro.

Zum guten Schluss

Ich hoffe ich konnte dich motivieren in Zukunft das ein oder andere Bild für deinen Blog selber zu machen. Wie machst du deine Bilder und worauf achtest du dabei? Ich freue mich über dein Feedback

 

Bilder: Florian Enkrott


Florian Enkrott ist 23 Jahre alt und Sozial Arbeiter. Als „Digital Native“ist er mit dem Medium Internet aufgewachsen und bastelte bereits mit 13 Jahren an seiner ersten Internetseite. Aus dem Hobby ist jetzt so etwas wie ein Beruf geworden. Sein derzeitiger Arbeitsschwerpunkt liegt bei der aktiven Nutzung und Entwicklung von WordPress basierten Systemen. Seine nächste Herausforderung: Gemeinsame Schnittstellen im Bereich der Webentwicklung und Sozialen Arbeit entdecken.


 

 

10 Kommentare zu “Foto Crashkurs – 10 Tipps für kreative Bilder

  1. Hi Flo,

    schöner Artikel bei vielen Punkten stimme ich voll mit dir überein.

    Kleine Anmerkung zum Reflektor:
    “beispielsweise warmes und kühles Licht erzeugen”
    Naja, ich will nicht klugscheißern aber
    du reflekierst das Licht nur, erzeugen tut es die Lichtquelle 😉

    Beste Grüße

    1. Guter Punkt. Absolut richtig. Ich nutze ja selbst nur eine vorhandene Lichtquelle und setze keine externen Blitze oder Lichter ein. Die Art des Lichtes kann ich diesem Moment tatsächlich nicht beeinflussen. Das war in diesem Fall ein wenig missverständlich formuliert. Gemeint war eine bestimmte Stimmung die ich damit erzeugen kann. Vielen Dank für Feedback! 🙂

    1. Hallo Tom,
      das habe ich gerne gemacht. Überzeugt hat mich deine simple Art und Weise in der du versuchst, die Dinge so zu erklären wie sie sind. Keine ewig komplizierten Erläuterungen, sondern praxisnahe Beispiele. Nicht zuletzt bin ich ein Fan von einfachen Grafiken und Schaubildern. Das hat vieles für mich verständlicher gemacht! 🙂

  2. Hi Flo, schreib doch mal was darüber, wie ich bei sehr abstrakten Themen auf Motivideen für eigene Fotos komme. Daniela und ich haben ja kürzlich was über Gastartikel geschrieben – da habe ich echt ewig überlegt was für ein Bild sich hier eignet, womit man das Thema unterstreichen könnte. Deine Tipps sind auch sehr gut, danke dafür! Viele Grüße, Katharina PS: Fotografierst du mit einer teuren Spiegelreflex oder mit einem Smartphone?

    1. Hi Katharina,
      deinem Wunsch komme ich gerne nach und werde zeitnahe einen kleinen Beitrag dazu schreiben. Den gibt es dann als kleines Häppchen zwischendurch. Es gibt da den ein oder andere guten Tipp von bekannten Fotografen und einige Methoden aus meinem Studium, die bei der Themefindung in dieser Sache wirklich hilfreich sind. Das hat mir nicht nur vor Shootings geholfen, sondern mich auch im Studium davor bewahrt Hausarbeiten ohne Inhalt abzugeben. 😉

      Zu deiner Frage: Im Alltag fotografiere ich gerne auch mal mit meinem Smartphone, nutze aber für die meisten Geschichten meine Nikon DSLR. Damit kann ich einfach viel individueller und schneller arbeiten. Nicht zuletzt bietet mir die Kamera eine wesentlich bessere Qualität und Einstellungsvielfalt, auf die ich nicht verzichten möchte.

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