Hashtag: Praxistipps

Hashtags: Sinn, Zweck und Tipps für Blogger

Hashtags sind aus den sozialen Netzwerken nicht mehr wegzudenken. Aber auch in der Werbung und im Marketing gewinnt das #-Symbol an immer größerer Bedeutung. Der Einsatz der Zeichen kann sich für Blogger lohnen, um die eigene Reichweite und Sichtbarkeit zu steigern.

Ursprung des #-Symbols

Das Rautesymbol ist aus sozialen Netzwerken nicht mehr wegzudenken. Mit dem rasanten Wachstum der Kurznachrichtendienste wurde das Zeichen unter dem Begriff „Hashtag“ bekannt.

In der englischsprachigen Welt war das Zeichen bereits außerhalb sozialer Netze ein weitverbreitetes Symbol. So war es nicht nur ein Indikator für Zahlen, sondern auch bekannt als Versetzungszeichen, das Töne um einen halben Ton erhöht oder als Taste, die eine Voicemail-Aufnahme beendet.

# before it was a #hashtag, by 20px.com, Twitter: @20px
# before it was a #hashtag, by 20px.com, Twitter: @20px: http://ow.ly/XhF3x

Die Geburtsstunde des Hashtags in der heutigen Bedeutung wird auf den 23. August 2007 datiert: Hier kam das #-Zeichen zum ersten Mal in einem Tweet zum Einsatz.

Bedeutung und Funktion des #-Symbols

Hashtags sind Wörter oder Zeichenketten mit einem vorangestellten #-Symbol. Das Zeichen dient also als Markierung eines Stichworts, welches einem Post eine thematische Zuweisung gibt. Diese Verschlagwortung kann sowohl innerhalb eines Fließtextes oder als einzelnes Wort stehen.

#Hashtags erleichtern den Nutzern die Diskussion.
#Hashtags erleichtern den Nutzern die Diskussion. Quelle: http://ow.ly/XhJoT

Eine Meldung mit einem Hashtag wird für eine Schlüsselwörtersuche verfügbar gemacht. Der Begriff ist somit zu finden, wenn man nach ihm sucht. Nutzern wird also die Diskussion, der Austausch von Ideen sowie das Teilen von Erlebnissen über die verschiedenen Netzwerke hinweg erleichtert.

„Hashtag“ mit Stefan Wolpers, Gründerszene: http://ow.ly/XhGZH, am 30.03.2010

Hashtags und ihr Einfluss in der Werbung

Hashtags sind mittlerweile fester Bestandteil der deutschen Internetkultur. Laut einer von TNS Infratest durchgeführten Studie kennen 80 Prozent der deutschen Nutzer den Begriff. Vier von zehn Internetnutzern haben einen Hashtag auch schon mal in der Werbung gesehen: Werbemaßnahmen mit einem #-Symbol werden vor allem im Fernsehen (64 Prozent) wahrgenommen. Werbung im Internet (52 Prozent), in Zeitungen und Zeitschriften (22 Prozent) sowie auf Plakaten (19 Prozent) wurden auch in der Umfrage aufgeführt.

„… das Rautzeichen (wird) […] vor allem als Service empfunden.“

Noch interessanter ist das Studienergebnis, das besagt, dass das Rautezeichen von den befragten Internetnutzern vor allem als Service empfunden wird. Jeder Zweite war der Überzeugung, Produkte aus der Werbung durch Hastags schneller im Internet finden zu können.

Ist die Nutzung von Hashtags für Blogger sinnvoll?

Sich den Bekanntheitsgrad zu Nutze machen und Hashtags für die (sinnvolle) Verortung seiner eigenen Inhalte (Bilder, Grafiken, Videos, Blog Beiträge etc.) zu verwenden, lohnt sich. Denn das Rautzeichen

  • macht die eigenen Hashtags sichtbar für jeden, auch diejenigen, die sich außerhalb des eigenen Netzwerks bewegen.
  • erweitert die eigene Reichweite auf alle, die sich für den Hashtag-Satz oder – das Keyword interessieren.
  • erleichtert die Suche nach Informationen und macht sie einfacher auffindbar. Die Recherche relevanter oder verwandter Themen lässt sich somit optimieren.
  • vereinfacht die Beobachtung der Konkurrenz bzw. der eigenen Blase: Da in einem Beitrag oft mehrere Hashtags platziert werden, ist ein Bezug zu Konkurrenten verwandter Bereiche leicht hergestellt.

Trotz aller Vorteile, die Hashtags mit sich bringen, sollte man es nicht übertreiben. Ein sehr schönes Beispiel für die übertriebene Verwendung von Hashtags liefern Justin Timberlake und der Moderator Jimmy Fallon:

„Hashtag“ mit Jimmy Fallon & Justin Timberlake, Late Night with Jimmy Fallon: http://ow.ly/XhI1V, am 24.09.2013

Tipps für die Erstellung von Hashtags

Ein erster wichtiger Schritt ist eine gründliche Recherche von relevanten Hashtags, die passend auf deine Zielgruppe zugeschnitten sind. Natürlich kann man Begriffe verwenden, die bereits in der Schlüsselwörtersuche eines Social-Media Kanals zu finden sind.

Allerdings ist die Suche nach den richtigen Hashtags keine einmalige Fleißarbeit, wie Trajan in seinem Beitrag auf Zielbar zu bedenken gibt. Das gilt nicht nur für Instagram, sondern für alle sozialen Netzwerke, auf denen man seine Inhalte verbreiten will.

Fragen, die man sich bei der Recherche von Hashtags stellen sollte:

  • Welche Begriffe werden von den Wettbewebern oder ähnlichen Seiten verwendet?
    Es lohnt sich immer einen Blick auf die Konkurrenz zu werfen. Denn die haben ihre Hausaufgaben bereits gemacht. Und wie damals in der Schule: Abschreiben ist dann und wann erlaubt. 😉
  • Welche Hashtags werden von dem sozialen Netzwerk vorgeschlagen?
    Nicht nur Instagram macht einem bei der Beitragserstellung Vorschläge für relevante Hashtags. Auch Netzwerke, wie Twitter, bieten diese Funktion an.
  • Welche Begriffe sind für die Zielgruppe von Interesse?
    Nicht nur der eigene Themenbereich ist für eine gründliche Recherche wichtig. Auch verwandte Themen können für die Leserschaft nützlich sein.

Sollten die Hashtags, die man im Rahmen der Recherche ermittelt hat, nicht ausreichen, lohnt es sich in einem zweiten Schritt eigene Begriffe zu kreieren. Folgende Grundregeln sind dabei hilfreich:

Sei genau

Wird ein Hashtag zum „Mitreden“ benötigt, sollte sichergestellt werden, dass der Begriff relevant ist und zum Thema passt.

Sei genau, denn kurze Begriffe sind platzsparend.
Sei genau, denn kurze Begriffe sind platzsparend. Quelle: http://ow.ly/XhJyc

Halt’s einfach

Egal ob Links oder Hashtags, werden sie zu oft verwendet wirken sie wie Spam. So reichen auf Twitter oder Facebook bis zu drei Begriffe. Auf Instagram dürfen es ruhig mehr sein. Außerdem ist es überflüssig, das gleiche Wort zweimal mit einem Hashtag zu versehen.

Halt's einfach und erstelle Hashtags mit weniger als 10 Zeichen
Halt’s einfach und erstelle Hashtags mit weniger als 10 Zeichen. Quelle: http://ow.ly/XhJFO

Mach den Kontext deutlich

Genau so wenig macht es Sinn, nur Hashtags in eine Meldung zu packen. Das ist langweilig und es wirkt merkwürdig. Die Begriffe sollten nicht nur zu einer Nachricht, die versendet werden soll, passen. Sie müssen auch den Kontext, in dem eine Meldung gesetzt wird, deutlich machen.

Konzentriere dich auf Begriffe, die wirklich zu deiner Nachricht und zu deiner Marke passen
Konzentriere dich auf Begriffe, die wirklich zu deiner Nachricht und zu deiner Marke passen. Quelle: http://ow.ly/XhJLD

Bonus-Tipp: Es gibt sogenannte Hashtag-Lexika, mit denen die unterschiedlichen Bedeutungen der #-Symbole nachgeschlagen und überprüft werden können.
Wie zum Beispiel: http://tagdef.com

Hashtags: sinnvoll und relevant

Nutzt man Hashtags plattformübergreifend und bezieht man die Interessen der eigenen Zielgruppe ein, kann sich der Einatz von #-Symbolen positiv auf Reichweite und Sichtbarkeit auswirken. Das kann aber nur dann funktionieren, wenn die Begriffe sinnvoll und strategisch eingesetzt werden.

Weitere interessante Beiträge zum Thema „Hashtag“:


Stephanie Kowalski ist Co-autorin auf bloggerabcStephanie ist Content Marketing Managerin und Kaffeeliebhaberin. Ehrenamtlich ist sie als @HootsuiteDE Ambassador tätig. Auf Twitter zwitschert sie gerne und viel über Social Media und Content Marketing. Stephanie schreibt monatlich zu verschiedenen Themen aus den Bereichen Social Media und Content Marketing.

5 Kommentare zu “Hashtags: Sinn, Zweck und Tipps für Blogger

  1. Cooler Artikel, endlich mal alles klipp und klar zusammengefasst. Ich wußte wirklich nicht, dass es lohnt Hashtags auf FB zu nutzen. Dankeschön! Viele Grüße aus Hamburg, Petra

  2. Hallo Stephanie,

    ich finde auch, dass Hashtags nützlich sind. Ich verwende sie beim Veröffentlichen, Teilen und Recherchieren. Es ist einfach praktisch, so nach allen Informationen zu einem bestimmten Begriff suchen zu können oder auch etwas wiederzufinden.
    Vielen Dank auch für die Verlinkung zum Artikel über Hashtags von Trajan Tosev bei ZIELBAR.

    Viele Grüße
    Claudia

    1. Hallo Claudia,

      ich selber nutze Hashtags auch sehr oft. Auch wenn ich zugeben muss, dass meine Recherchetätigkeiten in dem Bereich etwas zu wünschen übrig lassen. 😉 Aber man kann es ja immer besser machen. Ansonsten nutze ich sie – wie du – zum Teilen und Veröffentlichen.

      Den Artikel von Trajan Tosev finde ich sehr hilfreich – nicht nur weil er Instagram behandelt. Es geht ja auch darum, dass eine gute Recherche die Basis für viele Dinge ist. Mit Köpfchen an die Hashtag-Suche zu gehen, fällt vielen Nutzern schwer. Sein Beitrag klärt auf und stellt meiner Meinung nach eine gute Hilfestütze dar. 🙂

      Viele Grüße,
      Stephanie

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