Des Wahnsinns Fette Beute im Interview: Familienunternehmen & Markenbotschafter

Manchmal trifft man Menschen, da hat man das Gefühl, das „passt“. Dennis Meding ist ein solcher Mensch. Wir haben uns durch und über das Netz kennengelernt. Aber wann und wie, keine Ahnung. Was ich aber, seitdem ich Dennis kenne, bemerke, ist, wie sehr eine Person die Wahrnehmung zu einem Unternehmen prägen kann. Dennis ist verantwortlich für das Inbound Marketing in der Agentur Des Wahnsinns Fette Beute. Da wir gemerkt haben, dass die Chemie zwischen uns stimmt und die Jungs und Mädels aus der Agentur mein KonferenzCamp gut fanden, war klar, dass wir zusammenarbeiten wollen. Hier ist nur der zweite Teil meiner Sponsorenreihe, in der ich euch die Fettebeuter aus dem Sauerland vorstelle. Im Gespräch mit mir sind der Geschäftsführer Jörg Hesse, PR-Manager Joachim Schwichtenberg und last but not least Dennis, Inbound-Marketing-Manager.

(v.l.): Joachim Schwichtenberg, Jörg Hesse und Dennis Meding

 

Lieber Jörg, als Geschäftsführer kennst du deine Agentur am besten. Wie würdest euren Spirit als Agentur beschreiben? Was unterscheidet euch von anderen?

Jörg: Den Spirit unserer Agentur kann man mit einer Aussage sehr gut beschreiben: Wir sind Fettbeuter. Einer für alle, alle für einen. Ein Fettbeuter ist sehr anspruchsvoll, unerschrocken gegenüber Konventionen, widmet sich seinen Aufgaben mit viel Tiefgang und Leidenschaft. Ein Fettbeuter agiert dabei wertschätzend gegenüber allen Beteiligten. Diese Wertschätzung erwarten wir auch von unserem Gegenüber, auch unseren Kunden. Insbesondere der Zusammenhalt und das gegenseitige Vertrauen im Team sind uns sehr wichtig. Darum gehen wir rücksichtsvoll und selbstkritisch miteinander um und handeln zielorientiert. Wir sind hellwach, nie zufrieden und stets hungrig.

Ich finde eure Website mega gut. Vom Design bis hin zu den Texten. Ein Wort, das auf eurer Website ins Auge fällt ist unkonventionell. Was war bisher eure herausforderndste Kundenaufgabe und wie habt ihr sie unkonventionell gelöst?

Jörg: Unsere herausforderndste Aufgabe war sicherlich die Erfassung, Artikulation und Kommunikation einer globalen Unternehmenskultur für ein deutsches Familienunternehmen mit über 26 Standorten in 22 Ländern dieser Welt. Wir sind durch die ganze Welt geflogen und haben mit unheimlich vielen Menschen gesprochen, ganz tief verankert eine Schnittmenge identifiziert und diese in gut erzählten Geschichten für über 10.000 Mitarbeiter in einem internen Blog und einem Magazin in Text, Bild und Bewegtbild aufbereitet. Die eigens dafür geschaffenen Awards beflügeln jedes Jahr die gesamte Belegschaft.

Wie ihr wisst, ist das Thema Blog eine echte Leidenschaft von mir. Ihr führt ein Unternehmensblog und lasst Mitbewerber an eurem Wissen teilhaben. Viele Unternehmen scheuen diesen Weg der Kommunikation. Wie steht ihr dazu?

Joachim: Ach, der Aspekt, dass man seine Mitbewerber auf gute Gedanken bringen könnte, wird gnadenlos überschätzt. Selbst wenn wir viel von unserem Erfahrungswissen preisgeben, braucht es immer noch Menschen, die das Umsetzungs-Know-how und die Kapazitäten dafür haben, um die konkreten Bedürfnisse befriedigen zu können. Wenn Menschen über unseren Blog erfahren, wie wir ticken und mit fachlichem Input aus unserer Perspektive inspiriert werden, fangen sie an, ihren Problemen Struktur zu geben. Das hilft, in einem Gespräch schneller auf des Pudels Kern zu kommen. Und überhaupt – ich versuche, es neutral zu formulieren: Wer im eigenen Silo lebt, tut sich in der digitalen Welt schwer, Menschen kennenzulernen.

Dennis, du als Inbound-Marketing-Manager schreibst viele Texte für euer Blog. Die alles entscheidende Frage, die andere Unternehmen stellen, wenn es um ein eigenes Blog geht, ist immer: „Was bringt uns das?“ Wie lautet deine Antwort darauf?

Dennis: Reichweite in der Zielgruppe. Wenn die Themen klar definiert und auf die Interessen der gewünschten Kundschaft ausgerichtet sind, belohnt es selbige durch Engagement. Beispielsweise durch das Teilen der Beiträge in sozialen Medien. Zudem wird qualitativ hochwertiger Content früher oder später in guten Regionen bei Google zu finden sein. Und zwar der Traffic der Besucher, die für das Unternehmen wirklich relevant sind. Heute geht es nicht mehr darum, möglichst viele Besucher auf die Website zu locken. Heute geht es darum, die richtigen Besucher auf die Website zu geleiten. Im Mai 2017 starteten wir unseren Beute-Blog. Heute, knapp 12 Monate später, hat sich der Traffic auf die gesamte Website über alle Leistungsbereiche verdoppelt.

Was sind deine Empfehlungen für andere Agenturen, die ein Blog starten wollen?

Dennis: Nutzt ihn nicht zur Produktshow. Keine Frage: Natürlich kann und darf ein Blog-Beitrag mal ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung beschreiben. Aber in erster Linie soll das Blog dafür da sein, der Leserschaft zu gefallen und ihre Interessen aufzugreifen. Besucher lesen und abonnieren Blogs, weil sie sich aus den Artikeln einen Mehrwert versprechen. Und da sprechen wir vor allem über Problemlösungen und Hilfestellungen.

Markenbotschafter werden für Unternehmen immer wichtiger. Dennis, ich nehme dich als sehr aktiv wahr, du bist in den sozialen Netzwerken im Namen deiner Agentur unterwegs. Was rätst du Unternehmen, die aus ihren Mitarbeitern Influencer machen wollen?

Dennis: Denen rate ich: „Versucht nicht, aus euren Mitarbeitern Influencer zu machen.“ Sobald sich eure Mitarbeiter im Unternehmen wohlfühlen und Spaß an der Sache haben, kommunizieren sie diese Haltung von ganz alleine nach außen. Vor allem wirken sie dann so, wie sie sind: authentisch. Von diesem Image-Transfer profitiert dann auch das Unternehmen.

Ihr seid als Sponsoren bei der Blog4Business dabei. Warum habt ihr euch dazu entschlossen, das Format zu unterstützen?

Joachim: Weil es sehr gut zu uns passt. Als Agentur, die sich Markenführung für Familienunternehmen auf die Fahnen geschrieben hat, ist es ein Thema, Marken, die wir entwickelt haben, dauerhaft nachhaltig mit Leben zu erfüllen. Content ist dazu das Mittel der Wahl. Frei nach dem Motto des Cluetrain-Manifests „Märkte sind Gespräche“, geht es uns darum, mit unseren Zielgruppen ins Gespräch zu treten und im Gespräch zu bleiben. Blogs bieten dafür eine gute Plattform.

Wir fanden in Summe das Konzept der Veranstaltung sehr stimmig und wertschätzen Initiative und Mut zu neuen Veranstaltungsformaten. Barcamps bieten den Rahmen für einen fruchtbaren Gedankenaustausch jenseits von betrieblichen Zwängen und Hierarchien. Sie geben Raum zur Interaktion und sind flexibel in der Themenwahl, das ist wichtig in unserer agilen Welt. Reflexionsgelegenheiten wie diese sind generell wichtig, um am Puls der Zeit zu bleiben und uns im Alltagstrubel zu erden.

Wir hatten im Vorfeld besprochen, dass ihr eine Session auf der Blog4Business anbieten werdet. Habt ihr euch schon ein Thema überlegt? Was können die anderen Teilnehmer von euch erwarten?

Joachim: Wir bieten an, über die Erfahrungen mit unserem eigenen Agenturblog zu sprechen. Spannend ist zum Beispiel die Frage, wie man Mitarbeiter dazu motiviert, eigeninitiativ unter der Flagge ihres Arbeitgebers zu bloggen. Erst recht spannend ist es, wenn wir in Kundenprojekten bemerken, wie schwierig es zu vermitteln ist, dass Mitarbeiter nicht zur bloggen dürfen, sondern es sogar sollen. Ein Blog kann regelrecht die Kultur einer Organisation verändern. Das können wir uns anschauen.
Lieber Jörg, Joachim und Dennis, ich freue mich auf eure Session und den Input. Danke euch für dieses Gespräch!

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