Infografik: Informieren und Unterhalten für Anfänger

Infografiken für Blogger: Darauf kommt es an!

Grafiken gelten als der Tipp, um Beiträge nicht nur das gewisse Etwas zu verleihen, sondern sie auch interessanter für die Zielgruppe zu gestalten. Besonders großer Beliebtheit erfreuen sich Infografiken: Komplexe Informationen werden mit Hilfe grafischer Elemente einfach und ansprechend aufbereitet. Damit gelten sie vor allem im Marketingbereich als das Instrument, um Nutzer auf die eigenen Webseiten zu locken.

Aber auch Blogger sind stets darum bemüht, ihre Leserschaft bei Laune zu halten. Egal ob WhatsApp Newsletter, Podcast, Videos oder andere relevante Content-Formate, es gilt den Leser zu unterhalten und zu informieren. Aus diesem Grund können auch Infografiken eine weitere gute Lösung sein, um der Zielgruppe noch mehr Abwechslung zu bieten.

Dieser Beitrag beantwortet folgende Fragen:

  • Was eine Infografik zu einer Infografik macht,
  • was eine gute Infografik ausmacht,
  • warum Infografiken funktionieren,
  • Tipps und Tricks für die Infografik-Gestaltung

Infografik: Ein beliebtes Content-Format?

Mit Hilfe von Infografiken können komplexe Strukturen, Prozesse und Datenmaterial übersichtlich und vor allem leserfreundlich dargestellt werden. Grafiken wurden zunächst für Erläuterungen im wissenschaftlichen, pädagogischen sowie journalistischen Bereich genutzt. Heutzutage sind sie in zahlreichen Fachbüchern, Tageszeitungen und Zeitschriften zu finden. Damit sind Infografiken nicht mehr als Content-Format wegzudenken.

Wir befinden uns in einem schnelllebigen Zeitalter. Eine Kehrseite dieser Schnelligkeit ist, dass die menschliche Aufmerksamkeitsspanne einer Flut an Informationen ausgesetzt ist. Die Vielzahl an unterschiedlichen Content-Formaten lässt den Nutzer automatischer selektiver lesen und Informationen erfassen: Webtexte und Passagen werden  nur noch überflogen.

„Bilder sagen mehr als Tausend Worte.“

Infografiken fallen dem Nutzer jedoch leichter ins Auge: Informationen werden visuell vermittelt und lassen sich somit auf einen Blick erfassen. Die Aufnahme von komplexen Zahlen, Daten und Fakten gelingt in kürzester Zeit.

Auch die Darstellungsmöglichkeiten sind beim grafischen Content vielfältig:

  • Die Darstellung von Datenmaterial gelingt mit passenden Diagrammen.
  • Schaubildern setzen Sachverhalte in Szene. Beschriftungen geben Aufschluss über weitere Details.
  • Prozesse können als Ganzes und in einzelnen Teilschritten detailliert wiedergegeben werden.
  • Objekte lassen sich mittels Karten verorten, ganze Regionen nach Eigenschaften einteilen.
  • Mit Hilfe von Diagrammen oder Hierarchien können Zusammenhänge zwischen verschiedenen Objekten erklärt werden.
  • Zeitleisten bilden zeitliche Abläufe ab.  Piktogramme werten diese Übersichten auf.

Quadratisch, praktisch, Infografik: Eigenschaften guter Grafiken

Gute Grafiken müssen ebenso wie gute Texte bestimmte Eigenschaften vorweisen, um nicht nur erfolgreich zu sein, sondern auch, um in der Menge der sich im Internet auffindbaren Daten aufzufallen.

Gibt man den Begriff „Infografik“ ein, erhält man allein im deutschen Raum über 3 Millionen Ergebnisse. Umso einzigartiger die grafische Darstellung umso größer die Wahrscheinlichkeit aufzufallen.
Gibt man den Begriff „Infografik“ ein, erhält man allein im deutschen Raum über 3 Millionen Ergebnisse. Umso einzigartiger die grafische Darstellung umso größer die Wahrscheinlichkeit aufzufallen.

Eine gute Infografik ist:

  • Präzise
    Man sollte für sein Material das passende Format verwenden. Mehr als drei Darstellungsformen pro Infografik überfordern die selektive Wahrnehmung des Menschen.
  • Übersichtlich
    Die zu vermittelnden Informationen sollten im Vordergrund stehen.
  • Unterhaltsam
    Nur interessante Inhalte erhalten die Aufmerksamkeit des Lesers. Zusätzliche Eyecatcher wie Kommentare oder Piktogramme verstärken diesen Effekt.

Gute Infografiken funktionieren, da:

  • sich die Verweildauer von Webseitenbesuchern stetig verkürzt. In wenigen Sekunden entscheidet sich, ob ein Beitrag interessant ist oder nicht. Eine Infografik funktioniert wie ein Eyecatcher: Das Auge des Lesers fängt visuelle Inhalte automatisch ein.
  • sich die verfügbaren Inhalte im Internet alle zwei Jahre verdoppeln: Visuelle Inhalte stechen optisch leichter aus der Masse hervor.
  • Menschen visuell ausgerichtet sind und bildlich aufbereitete Informationen schneller verarbeiten können.
  • Informationen verständlich aufbereitet werden müssen. Bilder können leichter strukturiert und somit leichter wahrgenommen werden.
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Weitere Gründe, warum man Infografiken nutzen sollte. © Jeff Bullas, www.jeffbullas.com

Tipps & Tricks für die Infografik-Gestaltung

Viele Infografiken wirken aufgrund ihrer Detailverliebtheit und ihrer Masse an Grafikelementen oft recht komplex. Das muss aber nicht so sein, wenn man sich folgendes Gerüst hält:

  • Ein Oberthema finden.
  • Bis zu 20 interessante Teilaspekte aussuchen.
  • Vergleiche, die Aspekte hervorheben, recherchieren.
  • Geeignete Grafiken, wie Diagramme, Balkengrafiken oder Kurven zuweisen.
  • Passend zum Thema ein Farbschema anlegen und Piktorgramme festlegen.
  • Kurze und passende Erklärungstexte erstellen.
  • Sicherstellen, dass sowohl Grafik als auch URL Keywords enthalten.
  • Der Grafik eine eigenen URL zuweisen.

Um Aufmerksamkeit undRelevanz mit einer Infografik zu erzielen sowie dem Leser einen Nutzen zu bieten, sollte man sich an folgende Regeln halten:

  • Bilder mit Aussage
    Bilder wecken nicht nur den Verstand, sondern auch die Emotionen im Menschen.
  • “Keept it simple stupid”
    Jede Art von Informationsballast sollte vermieden werden. Im Fokus stehen die wesentlichen Daten.
  • Design, das überrascht
    Grafische Darstellungen aus Excel gehen in der Informationsflut unter. Eine gewisse Kreativität sorgt für mehr Aufmerksamkeit des Lesers.
  • Corporate Design vermeiden
    Grafiken werden gerne aufgegriffen, wenn sie kein offensichtliches Branding enthalten. Finger weg von Einheitlichkeit.
  • Liebe fürs Detail ist fehl am Platz
    Stattdessen sollte man sich auf Kernaussagen, einfache Erklärungen und wenige, aber aussagekräftige Zahlen konzentrieren.
  • Was nicht passt, wird passend gemacht
    Print, Online und Mobil haben unterschiedliche Anforderungen ans Layout. Verschiedene Formate erhöhen die Sichtbarkeit einer Infografik.
  • Die Geschichte steht im Mittelpunkt
    Ohne den richtigen Kontext ist auch die schönste Infografik wertlos. In Verbindung mit einer Geschichte gewinnt sie beim Leser an Wichtigkeit.
  • SEO: Das Ah und Oh der Infografik
    Mit Hilfe eines passenden Dateinamens, Dateiinfos und dem richtigen Tagging wird die Infografik auch in den Suchmaschinen schnell gefunden.
  • Effektives Seeding
    Die Infografik sollte an stark frequentierten Plätzen positioniert werden. Nur so erhält man die gewünschte Aufmerksamkeit für sein Kunstwerk.

Weitere gute Tipps & Tricks zum Thema Infografik:


Stephanie Kowalski ist Co-autorin auf bloggerabcStephanie ist Content Marketing Managerin und Kaffeeliebhaberin. Ehrenamtlich ist sie als @HootsuiteDE Ambassador tätig. Auf Twitterzwitschert sie gerne und viel über Social Media und Content Marketing. Stephanie schreibt monatlich zu verschiedenen Themen aus den Bereichen Social Media und Content Marketing.

10 Kommentare zu “Infografiken für Blogger: Darauf kommt es an!

  1. Schöner Beitrag! Ich kann bestätigen, dass alle Beiträge mit Infografiken einfach besser “laufen”. Es lohnt sich, Statistiken und Studien in ansprechender Form grafisch aufzuarbeiten. Die Leser danken es einem wirklich.
    Welche Tools setzt Ihr ein, um Infografiken zu machen?

    1. Hallo Thomas,

      danke für das Lob. 🙂 Stimmt, Beiträge laufen besser, wenn sie visuelle Unterstützung erhalten. Es heißt ja schließlich nicht umsonst: “Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.”

      Welche Tools ich benutze?
      – Für aufwendige Grafiken hab ich schon einmal ein aufwendiges Infografik-Template und -Design mit Photoshop erstellt. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Aber die Zeit, die ich dafür in Anspruch genommen habe, sah genauso ansehnlich auf dem Papier aus.;-) Fazit: Don’t try this at home. Es sei denn man ist Photoshop-Guru oder gelernter Grafiker.
      – Für Grafiken wie Zitate nutze ich gerne Pablo von Buffer (http://www.bloggerabc.de/pablo-by-buffer-fuer-blogger/) oder Enlight (http://www.enlightapp.com/), wenn ich unterwegs bin.
      – Für einfache Infografiken nutze ich gerne Infogr.am (https://infogr.am/).

      Hast du vielleicht noch eine Tool-Empfehlung, die du mit uns teilen möchtest?

      Viele Grüße,
      Stephanie

  2. Hallo Stephanie,

    eine schöne Übersicht. Infografiken sind spannend, ich finde aber sie werden inzwischen häufig übertrieben. Sind total vollgestopft und lang (oder breit). Da ist gar keine Übersicht mehr gegeben (mobil schon gar nicht). Die Zahlen kann man sich so auch nicht merken. Da geht es wohl nur noch darum mit plakativen Methoden Aufmerksamkeit zu erregen um geteilt zu werden. Da wünsche ich mir dann einen kurzen Text zurück – oder so etwas Altmodisches wie eine Tabelle 😉

  3. Hey,
    ein super spannender Artikel über Infografiken ist das geworden. Ich freue mich natürlich besonders über die Verlinkung zu meinem Blogbeitrag zu Infografiken. 🙂

    Viele Grüße
    Sascha

  4. Super Beitrag. Bisher habe ich mich nicht an eine Infografik herangetraut, aber ich glaube, so langsam sollte ich mich dem doch mal widmen. Besonders, da ich bald eine passende Infografik für einen Beitrag gebrauchen könnte 😛

    1. Hi,
      ich freue mich, dass dir der Beitrag gefällt. Dann leg mal los und noch ein kleiner Tipp: Es kommt in naher Zukunft noch ein kleines Goodie an Artikel 😉

      Viele Grüße
      Daniela

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