Quelle: Viktor Hanacek, picjumbo.com, http://ow.ly/WBD9300Kt2B

Reichweite fürs Blog: Nutze den passenden Content-Mix

Welche Schritte gehst du als erstes, wenn du deinen Blogartikel veröffentlich hast? Sehr wahrscheinlich postest du die Ankündigung auf deiner Facebookseite, oder? Und du hast recht: Eigene Beiträge auf relevanten Social-Media Kanälen zu teilen, ist ein wichtiger erster Schritt, um die eigene Bekanntheit zu steigern. Doch um deine Reputation aufzubauen und relevant zu bleiben, reicht es allerdings nicht aus nur deine eigenen Inhalte zu empfehlen. Andersherum ist es natürlich auch nicht besser: Wenn du nur den Content anderer teilst, geraten deine eigenen Beiträge und Meinungen schnell in Vergessenheit.
Doch welcher Content ist vielversprechender? Die Inhalte, die man selbst erstellt oder die, die du Zwecks Content Curation recherchierst und teilst?

Wann lohnt sich Content Curation?

Den Prozess guten Content zu finden, neu zu verarbeiten und erneut zu teilen, wird Content Curation genannt. Zu der Methode zählen sowohl das Teilen fremder Inhalte auf seinen eigenen Kanälen als auch die Weiterverarbeitung für eigene Blogbeiträge. Content Curation wird immer dann betrieben, sobald nicht die eigenen Content-Formate auf den eigenen Kanälen verbreitet werden.

Mehr zu Content Curation habe ich in “Content Curation und Netzwerken: So rankst du besser bei Google” und “Content Curation: Mit fremden Inhalten Anerkennung bekommen” zusammengefasst.

Content Curation lohnt sich immer dann, wenn du noch zu wenig eigenes Material zum Teilen hast. So gelingt es dir den stetigen Informationshunger deiner Zielgruppe zu stillen und gerätst bei der Content-Erstellung nicht allzu sehr unter Zeitdruck.

Der Anteil eigener Inhalte ist zum Beispiel auf meinen Kanälen auch sehr begrenzt: ich habe (noch) keinen eigenen Blog und verfasse im Moment nur Gastbeiträge. Ich schreibe darum nur monatlich. Social-Media Content Curation war und ist für mich eine gute Lösung, um die Aufmerksamkeit meiner Zielgruppe auf mich zu ziehen. Und es funktioniert!

Mit Social-Media Content Curation kannst du …

  • … dein SEO (=Suchmaschinenoptimierung) verbessern. Google betont immer wieder die Wichtigkeit von relevanten, hilfreichen und neuen Inhalten. Content Curation hilft dir bei der Aufbereitung.
Quelle: Content Curation & SEO by Curata,
Quelle: Content Curation & SEO by Curata, http://ow.ly/zp9d300Kvba
  • … unterstützt den Aufbau von Meinungsführerschaft (engl „thought leadership“). Wer nicht nur seine eigene Meinung platziert, sondern gezielt Beiträge teilt, die für die Mehrheit der Zielgruppe von Relevanz sind, wird in den Augen seiner Leserschaft eher als „Experte“ geachtet. Die Qualität des Content ist hier auch sehr wichtig.
  • … deine Leserschaft in den sozialen Netzwerken und für deinen Blog schneller aufbauen. Die Regelmäßigkeit, mit der du kuratierte Inhalte verbreitest, spielt dabei eine entscheidende Rolle: eine Studie von SocialBakers hat gezeigt, dass Branchenexperten mindestens einen Beitrag pro Tag auf Facebook stellen. Content Curation unterstützt dich also beim Befüllen deines Redaktionskalenders. 😉
Quelle: How often shoulc you post on your Facebook pages? By socialbakers, http://ow.ly/Z7Aa300Kvri
Quelle: How often shoulc you post on your Facebook pages? By socialbakers, http://ow.ly/Z7Aa300Kvri

Natürlich gibt es auch die Kehrseite der Medaille. Ja, man kann sehr schnell eine Leserschaft für seine sozialen Netzwerke aufbauen. Sie ist aber in der Regel nur Mittel zum Zweck: Denn die Traffic-Steigerung für deinen Blog und den Aufbau deiner Marke benötigen mehr als nur den Einsatz von kuratierten Inhalten.

Leser werden bemerken, dass die Beiträge auf Meinungen anderer Blogger deiner Nische beruht.* Der Traffic, den du generierst, wird auf die Seiten deiner Konkurrenten landen. Nicht auf deinem Blog.

* Jeder Blogger hat eine Meinung, der zugestimmt werden kann oder nicht. Oftmals teilen Blogger auch die gleiche Meinung, ohne die Meinung anderer zuvor kuratiert zu haben.

Weitere Nachteile von Social-Media Content Curation:

Die Nutzung von Original-Content also deiner Inhalte, sollte immer im Vordergrund stehen, denn …

  • … du führst damit die Leser bzw. den Traffic auf dein eigenes Blog.
  • .. du baust dir so eine Reputation in deiner Nische auf.
  • … mit dem Verweis auf nützlich Inhalte leistest du nicht nur Hilfestellung, sondern baust auch den Ruf deiner Marke auf und aus.

Die Qualität deiner Inhalte sollte genauso hoch sein, wie die der Inhalte, die du im Rahmen von Content-Curation recherchierst. Sie entscheidet über deinen Erfolg in den sozialen Netzwerken und über die deines Blogs.

Achte auf die Qualität und nicht auf die Quantität deiner Content-Häppchen. Schlechte Formate bringen dir nichts. Stell bei der Kreation sicher, dass du das Bestmögliche produzierst.

4 Tipps für Inhalte, die geteilt werden

Mit den folgenden Tipps kannst Du die Chance, mit der deine Blog-Beiträge geteilt werden, deutlich verbessern.

1. Erstelle nützliche Inhalte

Eigentlich ist dieser Punkt selbstverständlich, oder? Wenn du willst, dass deine Inhalte geteilt werden, dann muss er es auch Wert sein. Deine Zielgruppe liest und empfiehlt nur Inhalte weiter, die für sie von Bedeutung sind.

Denke immer beim Schreiben deiner Beiträge daran, was für einen Nutzen deine Leser aus jedem Wort, jedem Satz, jedem Absatz ziehen können. Welcher Mehrwert hat jeder Inhalt, den du für deine Zielgruppe erstellst? Konntest du eine Frage beantworten oder ein Problem lösen?

Gute Inhalte informieren, unterhalten oder bringen dem Lesenden etwas bei. Wenn dein Blogpost eines dieser genannten Dinge erfüllt, dann hast du etwas erstellt, das es auch Wert ist, geteilt zu werden.

2. Nutze visuelle Inhalte

Die Nutzung von Fotos oder die Erstellung von Grafiken, SlideShares oder Videos erhöht die Wahrscheinlichkeit des Teilens deutlich. Visuelle Inhalte werden mit einer 80 Prozent höheren Wahrscheinlichkeit geteilt als Text-Beiträge!

Einer der Gründe hierfür ist unser Gehirn: Es ist für visuelle Stimulation entwickelt. Aufgrund dessen ist es für uns einfacher Inhalte zu verarbeiten, die visuell aufbereitet sind. Man könnte auch sagen, solche Beiträge sind für das Gehirn „leichter zu verdauen“. 😉 Nutze also visuelle Formate, wo immer du kannst!

Gut sind Video-Formate, die deiner Leserschaft komplizierte aber wichtige Sachverhalte erklären.

Links zu Video-Erstellung:

Video fürs Blog: Tipps für die Produktion in Eigenregie

Snapchat für Blogger

Komplexe Textbausteine können in einer Infografik zusammengefasst werden, um sie einprägsamer und verständlicher aufzubereiten.

Links zu Infografik-Erstellung:

Infografiken für Blogger: Darauf kommt es an!

Infografiken für Blogger (Teil III): 3 Tool-Tipps

Verwende Bilder und Fotos, um die Kernbotschaft deiner Beiträge zu verdeutlichen.

Links zu Bilder-Erstellung:

Bildbearbeitung – Crashkurs für Blogger

Bildrechte und Social Media: Immer im Bilde

Tooltipp: Pablo by Buffer für Blogger

Canva – Das Design Tool

Tipp: Wenn du willst, dass mehr Menschen aus deiner Zielgruppe deine Inhalte lesen, dann solltest du gezielt visuelle Formate nutzen.

3. Erstelle leicht teilbare Inhalte

Dass man beim Stöbern im Internet öfter mal auf wahre Content-Juwelen stößt, ist ja nichts Neues. Doch, was für ein Ärgernis: Wo ist der Share-Button zum Teilen?!

Schlechte Inhalte sind grundsätzlich nutzlos. Content, der nicht geteilt werden kann, ist fast genauso ärgerlich. Darum solltest du sicherstellen, dass deine Leser deine Beiträge so leicht wie möglich weiterempfehlen können. Umso einfacher du es ihnen machst, umso besser. Schließlich sind wir Menschen bequem und faul. 😉

Dazu hast du verschiedene Möglichkeiten: Beispielsweise kannst du deine Leser einfach darum bitten, deine Beiträge zu teilen. Ein gutes Mittel dafür ist ein Call to Action am Ende deines Artikels. Darüber hinaus, gibt es ein paar Tools, die dabei helfen deinen Content möglichst einfach zu teilen:

  • Click To Tweet – Es können Links eingebaut werden, auf die Leser klicken, um den Inhalt zu teilen.
  • ShareThis – Stellt unterschiedliche Werkzeuge zur Verfügung, die das Teilen erleichtern.

Aber: In Deutschland sind Share-Buttons eine heikle Angelegenheit. Darum empfehle ich dir die Nutzung von Shariff.

Mit den genannten Methoden erleichterst du Lesern das Teilen deiner Inhalte nicht nur, sondern verleihst deinen Beiträgen ein weiteres Erlebnis.

Tipp: Mit einer guten Infrastruktur hebst du dich sichtbar von anderen Blogs ab.

4. Bring Influencer dazu deine Inhalte zu teilen

Ich fasse nochmal kurz zusammen: Es ist wichtig, dass du deine Leser dazu bewegst, deine Inhalte mit der Welt zu teilen. Es gibt aber noch eine weitere Gruppe von Menschen, die du hierfür ins Auge fassen kannst: Influencer.

„Influencer (von engl. to influence: beeinflussen) ist ein um 2007 entstandener Begriff für eine Person, die aufgrund ihrer starken Präsenz und ihres hohen Ansehens in den sozialen Netzen des Internets für das Marketing interessant wird.“ – Wikipedia

Natürlich müssen die Koryphäen deiner Nische erst einmal überzeugt werden. Sie teilen ja schließlich nicht jedes x-beliebige Zeug. Aber keine Sorge: wenn die Qualität deines Beitrags überzeugt, dann wird er auch von Influencern geteilt.

Tipp: Eine höfliche Bitte oder Nachfrage hat noch nie geschadet. 😉

Mehr zum Thema „Umgang mit Influencern“:

Blogger und Unternehmen: Ein Interview mit Anja Beckmann

Fazit

Social-Media Content Curation kann dich beim Aufbau deiner Leserschaft unterstützen, wenn du noch nicht über genügend eigene Inhalte zum Teilen verfügst.

Schlussendlich sind aber deine eigenen Formate für den Erfolg deines Blogs und deiner Social-Media Kanäle entscheidend.

Mehr zum Thema Content Curation:


Stephanie Kowalski ist Co-autorin auf bloggerabcStephanie ist Content Marketing Managerin und Kaffeeliebhaberin. Ehrenamtlich ist sie als @HootsuiteDE Ambassador tätig. Auf Twitter zwitschert sie gerne und viel über Social Media und Content Marketing. Stephanie schreibt monatlich zu verschiedenen Themen aus den Bereichen Social Media und Content Marketing.

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