Mehrere Personen sitzen nebeneinander. Ein Mann hält ein Handy ein anderer eine Cola-Dose.

Blogger Relations für Unternehmen: Ist das sinnvoll? Teil 1

„Mit Bloggern würden wir gerne arbeiten, aber wie findet man die?“

Diese Frage bekomme ich häufig in Kundengesprächen oder von meinen Seminarteilnehmern gestellt. Tatsächlich ist es für Menschen, die nicht aus unserer „Blogger-Branche“ kommen schwer, passende Blogger zu finden. Denn wer sich nicht auskennt, weiß weder wo noch wonach er suchen soll.

Nachdem ich zu diesem Thema auch Feedback erhalten habe, danke an Christian, habe ich mich entschlossen eine Serie darüber zu schreiben. Konkret sollen dieser und die kommenden Artikel dir dabei helfen, anhand eigener Kriterien die richtigen Blogger zu identifizieren und anzusprechen. Dafür ist es wichtig Klarheit über die eigene Wünsche und Ziele bezüglich Blogger Relations – und ich spreche nicht von Blogger Marketing – zu gewinnen.

Warum ist Blogger Relations sinnvoll?

Blogger haben sich in den letzten Jahren einen einflussreichen Status erarbeitet. Sie gelten inzwischen als Influencer. Am Beispiel der Modeblogger lässt sich das ganz gut zeigen. Noch vor wenigen Jahren wurden sie belächelt. Als die ersten Fashionblogger auf den nationalen und internationalen Modeschauen auftauchten, wurden sie nicht ernstgenommen. Inzwischen sitzen sie in der begehrten ersten Reihe und werden hofiert. Wie erfolgreich eine Bloggerin sein kann, zeigen die Beispiele von Jessica Weiß und ihrem Blog Journelles als auch der Italienerin Chiara Ferragni und ihrem Blog The Blonde Salad.

Die beiden sind zu Unternehmerinnen geworden. Gilt das jetzt für alle Blogger?

Nein, aber alle Blogger können in ihrem Bereich Influencer sein, zumindest potenziell. Dabei ist die Leser-, Follower- und Fanzahl nicht entscheidend. Denn wie André Krüger in seinem vielbeachteten Artikel „Woher kommen plötzlich all diese Influencer“ schrieb:

„Ein Influencer ist nicht jemand, der eine möglichst große Zahl an Followern hinter sich versammelt. Ein wirklicher Influencer ist jemand, der über eine gewisse Expertise verfügt und bei seinen Followern großes Vertrauen genießt.“

Und darum geht es: Eine Beziehung aufzubauen und zusammenzuarbeiten, um auf dem möglichst besten Weg die eigenen Kommunikationsziele zu erreichen. Und dabei für sich die relevanten Blogger ausfindig zu machen.

Dabei möchte ich betonen: Relevant bedeutet an dieser Stelle nicht „größtmögliche Reichweite“, sondern der richtige Multiplikator für die eigene Zielgruppe.

Blogger Relations nur mit Strategie

Wie bei jeder Maßnahme, die das Bloggen oder die Kommunikation im Allgemeinen betrifft, sollte im Vorfeld überlegt werden „Was wollen wir erreichen?“, Wie wollen wir das erreichen und mit wem?“ Die Suche und die Auswahl von Bloggern ist gar nicht so schwer. Wichtig ist im Vorfeld, dass klar ist, was das Ziel sein soll.

Darum ist eine Konzeption am Anfang das Wichtigste. In dieser wird festgelegt was erreicht werden soll:

  • Mehr Aufmerksamkeit für die eigene Marke, auf ein Produkt oder eine Dienstleistung?
  • Soll ein bestimmtes Thema bespielt werden?
  • Gibt es Keywords, die wichtig sind?
  • Wie soll das umgesetzt werden: Event, Reise oder eine bestimmte Aktion, bei der die Blogger angesprochen werden?
  • Welche Inhalte können den Bloggern exklusiv zur Verfügung gestellt werden? Denn für Blogger ist nichts uninteressanter als das, was schon per Pressemitteilung an zig Journalisten ging. Überlegenswert ist es auch, mit Bloggern gemeinsam eine Aktion zu entwickeln.

Wenn im Vorfeld feststeht, was erreicht werden soll, dann kann dazu übergegangen werden, die entsprechenden Blogger zu recherchieren und zu identifizieren. Nicht jeder Blogger aus einer Branche passt. Dazu gibt es verschiedene Kriterien und Möglichkeiten an Plattformen, die ich in dem nächsten Beitrag näher besprechen werde.

Fazit

Blogger Relations ist keine Raketenwissenschaft. Wer ganz klar seine Ziele kommuniziert, Maßnahmen vorstellt oder sogar in Zusammenarbeit mit Bloggern entwickelt, hat die besten Chancen auf eine vertrauensvolle und gewinnbringende Zusammenarbeit. Letztendlich klappt keine Umsetzung ohne einen Plan. Der Berliner Flughafen macht es vor.

 

3 Kommentare zu “Blogger Relations für Unternehmen: Ist das sinnvoll? Teil 1

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