Die Qualität eines Blogpost ist entscheidend, nicht die Länge

Vom Mythos der 1.000 Wörter für gute Blogposts

Die Frage nach der Wortmenge eines Blogposts wird unter Bloggern immer wieder diskutiert.   So empfiehlt Vladislav vom affenblog ein Minimum von 1.000 Wörtern, um einen detaillierten Beitrag zu schreiben. Dieser Aussage stimme ich nicht zu und halte diese auch für falsch. 

In diesem Zusammenhang wird auch regelmäßig von relevanten Inhalten gesprochen, die damit unbedingt abgedeckt werden müssen. Kurz: „Content is king!“ Mit genau diesen Fragen hat sich unter anderem Vladislav vom affenblog in seinem letzten Beitrag „4 Gründe, warum du unbedingt hochwertige Inhalte erstellen musst“ auseinander gesetzt. Und ich muss sagen, er hat in fast allen Punkten Recht.

Relevanter Content = Mehrwert für die Leser zu liefern

Blogs schießen seit einiger Zeit vermehrt wie Pilze aus dem Boden, doch sie sind mehr oder weniger professionell gemacht. Professionelle Blogs erkennt man unter anderem daran: Es wird sich viel Mühe bei der Auswahl des Themes gegeben, es wird auf Benutzerfreundlichkeit und ein responsives Design geachtet und vielleicht wurde sogar ein eigenes Logo entwickelt.

Die Kür ist dann natürlich, Beiträge zu schreiben, die den Leser begeistern. Dazu gehört beispielsweise, dass sich der Text mit einer Thematik auseinandersetzt, die ein Problem löst oder eine Diskussion entfacht. Genau das macht „relevanten Content“ aus: Einen einzigartigen Text zu schaffen, den es so noch nicht gegeben hat.

Aber genau da hakt es oftmals. Viele Blogs bieten keinen interessanten Inhalt. Im Gegenteil: Auf ihnen findet man Texte, die nicht lesbar sind, weil sie viele Grammatik- und Rechtschreibfehler beinhalten oder man ihren Gedankengängen nicht folgen kann. Schlecht gemachte Fotos, eine unaufgeräumte Sidebar, Grafiken, die zu groß und damit sehr pixelig sind oder Beiträge, die sich mit keinem Thema auseinandersetzen, machen das Chaos perfekt. Gute Blogposts, die in deinem Leser den Wunsch auslösen mehr zu erfahren, gibt es wenige.

Darum stimme ich Vladislav uneingeschränkt zu, dass  mehr professionelle Blogs und Inhalte wünschenswert sind.

Professionalität unterscheidet von Mittelmäßigkeit

Es gibt viele professionelle Blogs, die sich mit unterschiedlichsten Themen auseinander setzen. Professionalität ist keine Frage des Themas, auch ein Nischenblog kann sehr lesenswert sein. Fakt ist, sie bieten dir einen Mehrwert dahingehend, wie du bestimmte Themen angehen kannst, du kannst eine Menge aus ihnen lernen. Einige Beispiel-Blogs, die ich regelmäßig lese und sehr professionell, inspirierend und unterhaltsam finde, habe ich hier aufgeführt:

Karrierebibel – Der Blog zu den Themen Jobs, Karriere und Bewerbungen

Nicest things – Tolle Bilder zu DIY, Home Decor und professioneller Fotogestaltung

toushenne – DAS Blog zum Thema Inbound Marketing

affenblog – Alles zum Thema Werbetexte und gute Überschriften

schwindt-pr – Annette, PR-Beraterin und Kommunikationsexpertin,  ist DIE facebook-Expertin. Du hast eine Frage? Bei ihr findest du die Lösung.

sozial-pr – Christian befasst sich mit Mobile Video, Personalbranding und Social Media. Dass ich hier eine monatliche Kolumne schreibe, liegt nicht zuletzt daran, dass ich schon lange vorher angefangen habe, seinen Blog mit großem Interesse zu lesen.

Alle diese Blogger haben eins gemeinsam: Sie schreiben praxisorientiert für den Leser und setzen sich intensiv mit den verschiedenen Fragestellungen ihrer Themen auseinander.

An dieser Stelle kommt auch immer wieder die Frage auf: Wie lang sollte ein „guter“ Blogpost denn nun eigentlich sein? Vladislav empfiehlt mindestens 1.000 Wörter. Er schreibt: „Das ist ein guter Richtwert und reicht aus, um einen detaillierten Artikel zu schreiben, der genau ein Problem löst. Wenn du nicht bereit bist, 4-10 Stunden pro Artikel aufzuwenden, dann solltest du es lieber sein lassen.“

Doch hier bin ich entschieden anderer Meinung. Ein guter Artikel, der deinem Leser einen Mehrwert bietet,  MUSS NICHT mindestens 1.000 Wörter haben.  Warum auch? Selbst 140 Zeichen reichen manchmal aus, um Dinge auf den Punkt zu bringen. Siehe Twitter.

Google selbst sagt, es komme nicht auf die Textmenge, sondern auf die Qualität an: „There’s no minimum length, and there’s no minimum number of articles a day that you have to post […].  […] Our algorithms explicitly try to find and recommend websites that provide content that’s of high quality, unique, and compelling to users. Don’t fill your site with low-quality content, instead work on making sure that your site is the absolute best of its kind.”

Verschiedene Studien, wie die der Plattform Medium beschäftigten sich mit der Frage nach der perfekten Blogpostlänge und kommen alle zu einem Schluss: Es gibt Kriterien, die einen Artikel optimieren. Letztendlich entscheidet aber die Relevanz, die Qualität, der Mehrwert eines Posts, ob er als gut oder schlecht empfunden wird. Und nicht die Länge!

Ich halte auch dagegen und sage, dass ein guter Beitrag mit einem Zeitaufwand von unter vier bis zehn Stunden geschrieben werden kann. Voraussetzung ist ein Plan, über was du schreiben willst, und dass du weißt, wo du deine Inhalte recherchieren kannst. Dieser Artikel hat mich rund zwei Stunden gekostet. Noch nicht reingezählt ist die Zeit, die ich für das Formatieren, die Bildersuche und das Einbinden in meinen Blog brauche. Auch die Korrekturzeit habe ich nicht mitgerechnet. Insgesamt aber bleibe ich in diesem Fall deutlich unter der Vier-Stunden-Marke.

*Wortmenge: 842

 

Und jetzt bis du dran: Gefällt dir,  was ich geschrieben habe? Hast du einen Mehrwert aus meinem Text gezogen und was ist deine Meinung zum Thema „relevanter Content“?

56 Kommentare zu “Vom Mythos der 1.000 Wörter für gute Blogposts

  1. Pingback: bloggerabc
  2. Hi Daniela,
    da ich meinen Blog gerade gestartet habe, hat mich unter anderem genau diese Frage beschäftigt. Wie lang ist ein guter Artikel im Durchschnitt. Oft bin ich dabei auf die 1.000 Wörter“-Regel“ gestoßen. Ich bin der Meinung, es kommt darauf an, welches Thema ein Blogartikel behandelt. Geht es um Soziales, dann gerne ausgeschmückt mit Geschichten. Ist es eine Anleitung, dann bitte ohne große Ausschmückung. Bei Wissen wie zum Beispiel, was gibt es zu beachten wenn man einen Blog starten möchte oder welches ist die beste Strategie um einen Blogartikel zu schreiben, etc. dann möchte ich als Leser nur Fakten ohne großes Tam Tam drumherum. Zumindest ist mir das am vergangenen Wochenende aufgefallen, als ich viele Artikel über das Bloggen und auch anderes auf verschiedenen Blogs gelesen habe. Ich war schon regelrecht genervt nach einiger Zeit von dem ganzen Drumherum welches häufig in Artikeln beigemischt wurde. Oft ist mir auch das Wort „Mehrwert“ begenet. Wieviel Mehrwert hat ein Blogartikel für einen Leser oder Wissenssuchenden der sich mit dem Aufbau und Inhalt von Blogartikeln beschäftigt, wenn 100% guter Informationen enthalten sind und 50% Nebensächlichkeiten zwischendurch, die der Leser gezwungen ist mitzulesen. Ganz klar nur noch 50%, denn die Hälfte der Zeit um sich das Wissen anzueignen war unnötig.
    Beim Lernen bevorzuge ich kurz – knapp – effizient; und wenn es nur 100 Wörter zu einem Thema zu schreiben gibt, dann ist das so und bedeutet nicht Zwingend schlechte Ausarbeitung. Btw mal hier oder da einen Schreibfehler finde ich nicht ganz so wild.

    1. Hi Kathi,
      eine sehr gesunde Einstellung die du da vertrittst und ich bin da 100 Prozent bei dir. „Kurz, knapp, präzise“, so sollte ein Beitrag sein. Natürlich darf da auch ein bisschen Storytelling drin sein, wenn es der Sache dient. Aber nur erzählen, um zu erzählen? Bitte nicht. 🙂

  3. Unterm Strich schreibe ich für Menschen, nicht für Suchmaschinen. Texte wegen eines besseren Rankings künstlich in die Länge zu ziehen finde ich persönlich absurd. Gerade die vielen Foodblog machen es doch vor: auch mit hochwertigen kurzen Posts kann man sehr erfolgreich sein.

    1. Hi Anne, da bin ich völlig bei dir. Bei Foodbeiträgen geht es aber in der Regel weniger um die Tiefe des Artikels als um Rezepte in Verbindung mit schönen Fotos. Die Beitragslänge ist auch vom Thema abhängig.

  4. Die Sache mit der Wortzahl hängt doch auch ganz entscheidend mit dem Thema des Blogposts zusammen, oder nicht?
    1000 und mehr Wörter über ein Duschgel zu schreiben oder über einen schicken neuen Rock, ein Kuchenrezept oder ein Foto, das man irgendwo mit besonderem Licht geschossen hat, das ist vielleicht tatsächlich etwas übertrieben und man läuft Gefahr, ins Labern zu verfallen, aber über die Entwicklung der klasischen Musik in der Nachkriegszeit oder die Rolle der Frau als Komponistin im Wandel der Zeit… das kann ich auf meinem Blog nicht mit 500 Wörtern abhandeln, da werden die Beiträge gerne mal 4000 Wörter lang (und in einem solchen Fall auch geteilt und auf 2 Einzelpostings verschoben, aber ich würde nichts veröffentlichen, das nur ein paar hundert Wörter enthält, denn das könnte, sofern es einigermaßen vernünftig recherchiert ist, auch nur einen winzigen Aspektder ganzen Sache abdecken und würde dementsprechend wenig Interesse finden. Allerdings ist es ja ebenso eine Frage der Zielgruppe. Wer nach den gängigen Themen wie Gaming, Rezepten oder nach einem hübschen Outfit sucht, verirrt sich ohnehin nicht zu den Muskwissenschaftlern. In diesem Sinne: Content ist König, aber dieser König wird von seinen Untertanen gewählt. Und die bestimmen, wie detailreich die Sache zu sein hat.

    1. Hallo,
      ich finde nicht das zwangsläufig das Thema die Wortanzahl vorgibt. Beispielsweise, kann ein Fotograf sehr ausführlich darüber schreiben, wie er das Licht für ein Foto gesetzt hat. Jedes Thema bietet meiner Meinung nach ein sehr gutes Potential für einen 1.000 Wortbeitrag. Wichtig ist, und diesen Ansatz vertrete ich auch in meinem Beitrag, dass wirklich auf den Kern geschrieben wird.
      Beiträge mit 4.000 Wörtern finde ich schon heftig und wären auch bei geteilten Beiträgen mit 2.000 Wörtern sehr lang. Ich würde immer zu Grunde legen, dass nicht jeder Leser die Zeit und Energie hat solche langen Beiträge zu lesen. Darum mein Tipp: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Aber mit Qualität!

  5. Hallo Daniela,

    ganz richtig: Relevanz und kreative Bandbreite des Themas schaffen die Vorlage für die Textmenge. Ich persönlich liebe es kurz und knackig – aber wie wir alle wissen, benötigt man dafür viel mehr Zeit als für lang und ausführlich. Manchmal ist Redundanz angebracht, vor allem bei komplexen Erklär-Themen. Aber das ist auch irjenswie ermüdend. Und nicht selten l’art pour l’art. Und 10 Stunden für einen Blogbeitrag ? – Himmel, wer hat dafür die Zeit? Ich nicht. Ich bin allerdings auch kein typischer Blogger (mein Blog ist eine fabelhafte Möglichkeit interessante Themen zu besetzen und mich ein wenig „auszutoben“), sondern betreue PR-, Web- und Text- Kunden, gerne und intensiv, schreibe eigene (Magazin- und Buch-)Projekte, lese so viel wie Zeit ist, treibe mich in anderen Kunstgattungen herum (Inspiration!) und bin dabei noch eine One-Woman-Show, die alles von der Orga bis zur Buchhaltung selbst macht. Wie immer im Leben – man muss Schwerpunkte setzen!

    Danke für diesen Artikel und liebe Grüße
    Jo

    1. Hallo Jo,
      danke für deinen Beitrag zu der Diskussion. Ich denke auch, dass jeder den für sich richtigen „Stil“ oder so wie du es sagst „Schwerpunkte“ finden muss. Was ich aber nach wie vor ablehne ist die Pauschalisierung von „Regeln“. Und das war mein Ansatz für den Beitrag. 🙂

      Viele Grüße
      Daniela

  6. Die Qualität eines Blogartikels an der Anzahl der Worte zu messen halte ich für albern.
    Bei meinem eigenen Blog habe ich feststellen können, das auch Artikel unter 400 Worten sehr viele Aufrufen und postives Feedback erzeugen können.

    Zu dem „professionellen Auftreten“ des Blog habe ich eine etwas andere Meinung.
    Da hängt es doch stark vom Blogthema ab und der Zielgruppe die man ansprechen möchte.
    Wenn man durch seinen Blog seine Dienstleistung als Werbetexter verkaufen möchte, dann dürfen im Blog keine Rechtschreibfehler auftauchen.
    Das ist klar!
    Es gibt aber auch erfolgreiche Blogs, die trotz einiger Rechtschreibfehlern eine große Fangemeinde anziehen. Als Beispiel werfe ich mal den Blog vom Fotografen Calvin Hollywood in die Runde, Calvin hat jahrelang in hoher Frequenz geblogt (täglich), Er hat auch keinen hell daraus gemacht, das er deswegen nicht immer den „perfekten Content“ liefern kann.
    Trotzdem betreibt er einen der Top Fotografie Blogs von Deutschland und hat eine wachsende Leserschaft.

    Beste Grüße

    1. Hallo,
      auch ein Blog der Werbetexte verkaufen möchte ist nicht frei von Fehlern. Dafür arbeiten dort Menschen. Das gilt auch für Calvin oder mich. Auch auf meinem Blog wirst du Fehler finden, davon bin ich überzeugt. Allerdings stellen ein paar Rechtschreibfehler nicht die ganze Arbeit eines Bloggers und seine Professionalisierung in Frage. Auch bei Calvin nicht, den ich übrigens echt cool finde. Vielmehr spreche ich davon, dass Texte mit sehr vielen Rechtschreibfehlern, Schachtelsätze oder mit fehlenden Wörtern weder zum lesen einladen noch für die „Professionalität“ eines Blogs spricht. Und dazu zähle ich auch einen Hobbyblog, der aus Spaß an der Sache betrieben wird. 🙂

      Viele Grüße

    2. … ein Fotograf hat allerdings auch ungleich höhere Chancen „gesehen“ zu werden – sex … oops .. picture sells .. und ihm sieht man wohl verbale Ausrutscher eher nach. Blogbeiträge sind aber keine Duden-Lehrstücke – das eine oder andere rutscht immer durch. Es ist wie bei einem Mann, dem die Haare ausgingen – auf den Inhalt kommt es an 🙂

      Liebe Grüße
      Jo

  7. Hallo Daniela,

    ich blogge seit Jahren auf eddysblog.de über das Laufen aus Sicht eines übergewichtigen Schweinehundbesiegers. Und ich habe in bislang 278 Beiträgen (ich hab gerade extra nachgesehen) noch nie auf die Länge eines Blogposts geachtet.

    Trotzdem mögen mich immer mehr Leser und auch Google.

    Fazit: Du hast vollkommen recht. Nicht die Länge ist entscheidend, sondern die Qualität. – Ooops, ich merke gerade… aber lassen wir das! *blush*

    Ich muss weg…

  8. Ich bin absolut deiner Meinung und danke dir inständig dafür, dass du mir die „1000 Wörter müssen’s sein“-Bürde von den Schultern genommen hast. 🙂

    Ich komme gern und recht mühelos ins Schwafeln, auch beim Bloggen. Die paar Beiträge, bei denen ich mich an die 1000er-Regel gehalten habe, lesen sich für mich nicht schlüssig und gehaltvoll, sondern verwaschen und langatmig. Und werden demnächst endlich mal nachbearbeitet 😉

    Danke!

    1. Hallo Jessica,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Genau dafür hatte ich den Artikel geschrieben. Das Bloggen kein Druck erzeugen muss, nur weil andere eine immaginäre Regel aufgestellt haben. Schreib so viel, wie du kurz, knapp und präzise etwas zu sagen hast. Der Rest ist Makulatur. Wenn du etwas mit 1.000 Wörtern auf den Punkt bringst und ein anderes Thema mit 500 oder 300 Wörtern ist das OK. Es gibt aber keine Regel die besagt „DU MUSST“. 🙂

      LG Daniela

  9. Meine 6 bis 8 Blogposts pro Monat sind unterschiedlich, aber immer mit Fokus: Wertvoller Inhalt. Die eine Sorte ist der lesbare Teil meines wöchentlichen Podcast (Selfie) und bei 12 +/- 2 Minuten Spieldauer sind das ca. 1200 Wörter. Der Inhalt sind aufeinander aufbauende Inhalte für meine kernzielgruppe, die sich für „profitable Beziehungen im Business“ interessiert.

    Die andere Sorte sind kurze Texte mit etwa der Hälfte des Umfangs, die ein Thema aufgreifen, das mein Thema berührt, aber aus einer Diskussion mit einem anderen Experten entstand. Aus einer etwa einstündigen Diskussion und der dazu gehörigen Aufnahme entsteht ein audio-Book für die Zielgruppe Führung und Vertrieb, das ausserdem eine Lesbar gemachte Mitschrift enthält. Dieses Produkt erscheint alle 2 Wochen kostenpflichtig im Einzelbezug oder als Abo. Der Blogartikel ist ein Fachartikel, der die 60 Minuten Audio zusammenfasst.

    Beide Formate sind evergreen content und finden jeweils ihre Zielgruppe.

    1. Hallo Stephan,
      ich denke, dass du mit deinem Fokus genau richtig liegst. Jede Zielgruppe wird das für sich richtige Produkt finden, wenn es auf sie zugeschnitten ist. So lange die Inhalte (Podcasts, Video oder Text) interessante Informationen liefern ist alles gut. Denn nur darum geht es, meiner Meinung nach. Interessante Inhalte zu veröffentlichen. Blogs können wir auch Print und andere Formate lehrreiches Material liefern. Es liegt an uns Blogger, wie wir damit umgehen wollen und mit unserem Blog.

  10. Hallo Daniela
    Vielen Dank für den tollen Artikel! Du hast mit deinem Artikel auf perfekte Weise gezeigt, das es bei einem Beitrag nicht um Masse sondern um Qualität geht. Mir hat mal jemand gesagt: „Wer etwas in 20 Sätzen erklärt, was er auch in 10 Sätzen erklären könnte…..der ist auch zu anderen Schandtaten bereit“ 😉
    Ich persönlich bin auch deiner Meinung das ein Blog nicht unbedingt 1000 Wörter haben muss. Auf meinem Blog sind es immer so zwischen 300 und 700 Wörter und ich finde das ist auch vollkommen ausreichend für meine Zielgruppe.
    Bin gespannt auf weitere interessante Artikel von dir!

    Viele Grüße
    Daniel

    1. Hallo Daniel,
      vielen Dank für deinen Kommentar und dein Feedback. Das freut mich sehr! Ich finde den Menschen, mit der getätigten Aussage sehr klug 😀 Deinen Blog schaue ich mir auf jeden Fall noch an. Ich bin gespannt!

      Viele Grüße
      Daniela

  11. Hallo Daniela,

    ich finde, dass man aus den 1000 Wörter sicherlich keine Religion machen muss, insofern bin ich da bei dir 🙂

    Ich finde die Regel als Orientierungshilfe aber nicht schlecht. Denn was erfolgreiche Blogs meiner Ansicht nach ausmacht, ist ein Thema, das in den Artikeln wirklich tiefgehend behandelt wird. Ich selbst blogge auf meinem Blog über das Thema Beziehungen.

    Klar könnte ich da mal nen Tipp des Tages raushauen. Aber das wird unweigerlich oberflächlich bleiben. Die 1000 Wörter-Regel sagt mir – wenn ich bei 700 Wörtern schon zum Schluss kommen will – das ich etwas Entscheidendes ausgelassen habe. Und wenn ich dann nachgeschaut habe, war es tatsächlich immer so.

    Im Zweifelsfall ist ne Leserbefragung und ne Analyse der Seitenverweildauer/Absprungrate vielleicht auch eine gute Idee, um das Thema nicht so allgemeingültig zu behandeln, sondern individuell zu schauen, welche Länge zu welchem Blog/Blogger passt 🙂

    LG, Nils

    1. Hallo Nils,
      ich bin bei deiner Aussage zweigeteilt. Ich gebe ich dir auf jeden Fall damit recht, dass es viele Blogs mit ihren Texten an Tiefe fehlen lassen. Da wird ein Thema kurz angekratzt und nach 20 Sätzen ist Schluss. Auf das Thema selbst wird fast nicht eingegangen. Aber die Tiefe eines Textes mit einer Wortzahl bemessen zu wollen, finde ich falsch. Wenn du, also Nils, nach 700 Wörter auf das eingegangen bist, dass du besprechen wolltest, dann ist alles gut. Wenn du für dich das Gefühl hast, da fehlt noch was, dann musst du es ergänzen. Das ist aber nur meine Meinung, die auch nur für mich gilt. Ich bin davon überzeugt, dass ein guter Text keine 1.000 Wörter braucht. Die Kunst ist es schnell und präzise auf den Punkt zu kommen. 🙂
      In meinem letzten Beitrag sind es weit über 1.000 Wörter. Aber da wollte ich a) jeden zu Wort kommen lassen und b) konnte ich so den Text zweiteilen. Ich denke, hier war ein langer Beitrag mit mehr als 1.000 Wörtern gerechtfertigt.

      LG Daniela

    2. Hallo Nils,
      es ist wie die meisten Dinge im Leben: Jeder muss für sich entscheiden, was richtig ist. Mich stört die Verallgemeinerung einer solchen Aussage, die besagt, dass man „1.000 Wörter schreiben MUSS“. Diese Pauschalisierung halte ich für falsch und baut unnötig Druck auf die Menschen auf, die sich unsicher sind, was denn nun „richtig“ sei.
      Deine Ideen finde ich gut und bieten jedem Blogger die Möglichkeit für sich selbst zu schauen, welches Format das richtige für ihn ist.

      Viele Grüße
      Daniela

  12. Hallo Daniela,

    vor ein paar Tagen habe ich deinen interessanten Artikel gelesen, nun bin ich auch auf die Diskussion gestoßen, die er ausgelöst hat. Mein Fazit nach den vielen verschiedenen und auch guten Argumenten: Jeder Blogger sollte sich über seine Ziele sehr genau im Klaren sein. Möchte ich nun primär von Google gefunden werden oder möchte ich meinen Lesern in erster Linie einen guten Text liefern und einen Mehrwert bieten – im Idealfall gilt für die meisten natürlich beides. Je nachdem, welches Ziel für mich im Vordergrund liegt, sollte ich meinen Schwerpunkt setzen.
    Von Geschwafel und überflüssigem Blabla, das nur dazu dient, meine Keywords erneut im Text unterzubringen, halte ich nicht viel. Trotzdem ein interessanter Gedanke, den Sven Bergmann formuliert: SEO hat also auch mit Relationen zu tun, da gibt es keine absolute Zahl. Höchsten Durchschnittswerte. Das werde ich im Hinterkopf behalten.
    Danke dir und Grüße aus dem Hamburger Land
    Edda 🙂

    1. Hallo Edda,
      grüße zurück aus dem Pott. Es ist wie du sagst, beide Punkte: SEO und Mehrwert müssen im Einklang stehen, dann klappt es auch mit dem Blogbeitrag 🙂

      Liebe Grüße
      Daniela

  13. Ich gehe mal schwer davon aus, dass diese „1.000 Wörter“ aus dem Bemühen resultieren, diese Posts bei der VG Wort einreichen zu können, wobei ich die genaue Zahl gerade nicht auf dem Schirm habe. Aber mit ein paar Absätzchen braucht man dort nichts einzureichen 😉

    1. Nun, bei der VG Wort muss ein Text mindestens 1800 Anschläge haben, das wären etwa 300 Wörter, wenn man eine durchschnittliche Wortlänge von 6 Buchstaben zu Grunde legt, was realistisch ist.

      Ich finde es eigentlich gar nicht so wichtig, ob der Text jetzt 400, 800 oder 1000 Wörter lang ist. Wichtig ist, dass er mir Informationen bringt. Es ist zwar wahrscheinlicher, dass das Thema bei einem längeren Text mehr in die Tiefe geht und entsprechend mehr Mehrwert bringt, aber sind deswegen 1000 Wörter zwingend?

      Ziehen die langen Texte auf meinem mehr Besucher an als kürzeren?
      Und wie lange bleibt der jeweilige Besucher tatsächlich bei dem Post?

      Das muss wohl jeder selbst entscheiden und anhand seiner eigenen Statistiken auswerten.

      Gruß, Sandra

  14. Aus der SEO-Sicht haben lange Artikel, die ein Thema facettenreich behandeln, natürlich seinen Sinn. Doch die Mischung macht es, denn künstlich aufgeblähte Artikel verschrecken Leser. Es gibt Tricks einen langen SEO-Text optisch zu kürzen, um zwei Zielgruppen im Netz zu erreichen: 1. Der interessierte Leser auf der Suche nach dem Mehrwert 2. Der überfliegende Leser auf der Suche nach der Kernaussage.

    Ihr habe beide auf eure Art alles richtig gesagt. Es gibt so viele Kriterien bei der Analyse der Qualität einer Webseite/eines Blogs.

    Habt ihr auch die Grafik gesehen, die sogar 1600 Wörter empfiehlt? Das passt so gar nicht zu dem Verhalten der meisten Nutzer. Findet ihr bei mir auf Pinterest auf der Pinnwand „Social Media / Internet-Fundstücke.

    Sitze gerade im Zug. Liebe Grüße.

    1. Hallo Burkhard,
      die Grafik kenne ich noch nicht. Stand auch bei warum ausgerechnet 1.600 Wörter? Die Tricks kenne ich und halte ich für legitim. Solange der Beitrag gute Inhalte liefert habe ich auch nichts gegen 1.000 Wörter. Der Zweck für den Leser muss erfüllt sein und wenn dabei die überfliegenden und interessierten Leser angesprochen werden und die Ihren Mehrwert mitnehmen ist das für mich alles fein.

      Liebe Grüße 🙂

  15. Liebe Linda,
    schöner Artikel und Du bist über den gleichen Punkt bei Vladislav wie ich gestolpert. Grundsätzlich denke ich, dass es gerade für Anfänger ein guter Hinweis ist, dass Content zum einen King ist, zum anderen, was es bedeutet und dann noch eine Idee zu bekommen wie lang so ein Post überhaupt sein soll. Nichtsdestotrotz lässt sich guter Content nicht an der Menge messen. In 1000 Wörtern kann ich auch viel rumlabbern. Es gibt Probleme, die kann man auch kurz und knapp lösen, man kann seinen Artikel auch effektiv formatieren und spart sich so Zeichen.
    Ein guter Blog setzt sich für mich aus einer Mischung unterschiedlich langer Artikel zusammen. Ich will nicht immer ellenlange Abhandlungen lesen, ich will, dass auf mich und mein Problem eingegangen wird und dann die Lösung kommt. Gerne auch mit persönlichen Einblicken.
    Für mich als Leser und Bloggerin zählt das, egal, wie lang der Artikel dann wird.

    Liebe Grüße
    Mandy

    1. Hallo Mandy,
      ich hoffe du verwechselst mich nicht mit Linda von nanamia 🙂 Ich heiße nämlich Daniela 🙂 Ich sehe es wie du, ein Blog soll sich mit einer oder mehereren Thematiken beschäftigen und dann konkret damit arbeiten. Beiträge a la „Ich koche so gerne. Heute hatte ich eine Gemüsesuppe und ihr so?“ finde ich nicht spannend oder interessant. Aktuell habe ich einen Kolumne bei sozial-pr online. Der Text hat etwas mehr als 1.400 Wörter, finde das aber durchaus angebracht. Es kommt also auf das Thema und die Auseinandersetzung damit an. Ohne blabla ist auch ein langer Text gerechtfertigt. Darum kann ich deine Meinung absolut teilen.

      Lieben Grüße
      Daniela

  16. Hi Daniela,
    eine sehr lesenswerte Auseinandersetzung. Ich stimme dir zu, dass sich Qualität durchsetzt, egal wie lang sie ist. Wir könnten ja auch so argumentieren, dass es eine wahre Kunst ist, eine Botschaft in 140 Zeichen (im ganz extremen Fall) rüberzubringen. Schwafeln kann jeder.

    Um einen weiteren Kollegen mit in die Diskussion zu holen würde ich gerne eine Aussage von Walter Epp einbringen, der sagt, dass JEDER Satz in einem Artikel eine Aufgabe erfüllen muss, sei es eine Frage zu stellen oder eben den Spannungsbogen zu erhöhen. Jeder Satz braucht eine Daseinsberechtigung, sonst ist er zu viel.

    Ich glaube auch da sprechen wir wieder von Qualität und Mehrwert für den Nutzer.

    Ganz. Konkrete. Aussagen. 😉

    1. Hallo Robert,
      danke für dein Feedback. Den Satz von Walter kenne ich und kann da nur zustimmen. Ich finde auch, dass sich die Auseinandersetzung mit dem Schreiben und dem Versuch konkret auf den Punkt zu kommen einer der Faktoren ist, die einen guten Text auszeichnen. Und damit kommt man auch gleich der berechtigten Forderung von Vladislav nach, mehr gute Beiträge zu schreiben.

  17. Hallo Daniela, ich habe in dieser Hinsicht schon viel getestet. Meine Erfahrung ist (und das ist ein echter Insider-Tipp) dass wenn Du zu einem speziellen Keyword ein Thema schreibst ..schau Dir an wie viele Wörter die top 3 Treffer bei Google haben …und schreibe mehr. Selbstverständlich soll das guter Inhalt sein ..und keine Floskeln, um auf mehr Wörter zu kommen. Dann ..und nur dann ..sind „mehr Wörter“ ein Ranking-Vorteil für Google. Das heißt, dass wenn die top 3 Artikel zu einem Keyword nur 150 Wörter sind, reichen 200 Wörter aus um einen Ranking-Vorteil zu haben. Wenn die top 3 Artikel jedoch 1.500 Wörter im Schnitt haben, naja dann solltest Du vielleicht 2.000 Wörter schreiben 😉 Ich hoffe das ergibt Sinn und bietet eine KONKRETE Vorgabe wie lang Artikel nun sein sollten.

    1. Hallo Sven,
      ein interessanter Gedanke den du da verfolgst. Klingt logisch ist aber für mich nicht relevant. Aus SEO-Sicht und für Unternehmen u.U. eine Maßnahme aber selbst dann glaube ich, dass nicht die Wortmenge entscheidend ist. Für mich ist wichtig: Wer etwas zu sagen hat, soll es sagen. Alle anderen eben nicht. Zu jedem Thema lassen sich interessante Beiträge finden.

  18. Hallo Daniela,
    auf die Länge kommt es meiner Meinung nicht an.
    Wenn ein Text in sich rund ist, man die Leidenschaft des Autors für das Thema liest, also der Text nicht langweilig geschrieben ist, dazu gespickt mit relevanten Infos, kann er gerne länger, ebenso auch kürzer sein. Ich persönlich mag nicht, wenn die gleiche Info in drei aufeinander folgenden Sätzen geliefert wird, nur anders ge- bzw. beschrieben.
    Schöner Artikel! Viele Grüße, Nathalie
    P.S. Bei toushenne oben ist ein e zuviel. 🙂

    1. Hallo Vladislav,
      ich bin jetzt schon gespannt zu welcher Inspiration ich dir verholfen habe und freue mich schon sehr auf deinen Artikel!

      Viele Grüße
      Daniela

  19. Hallo Daniela,
    ich finde, mit diesen 842 Wörtern hast du eine Menge ausgesagt 🙂

    Lange Beiträge zu schreiben, ist keine Kunst. Wichtig ist, dass beim Leser etwas ankommt und er profitiert.
    Ich stimme dir vollkommen zu! Wenn es sich nur um ein kleines Thema handelt, kann man schon mit 500 Wörtern weit kommen 🙂

    Lieben Gruß
    Linda

    1. Hi Linda,
      und ich hätte wohl noch kürzen können 😀

      Du hast recht und das meine ich auch, dass ein Text auf den Punkt kommen sollte und muss. Kurz, knapp, knackig, dann klappt es auch mit der Länge. Natürlich nicht bei jedem Thema aber bei fast allen. Da bin ich sicher : )

      Liebe Grüße
      Daniela

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